Zum Inhalt springen
Versandkostenfrei ab 49 €Versand aus DeutschlandJede Charge extern laborgeprüft

Beliebte Suchen

Neu im Magazin

Vorschläge werden geladen …

Mert Sirin, Gründer von supnature, im Porträt vor grünem Blattwerk.
Gründer & Redaktion

Mert Sirin

Mert Sirin hat supnature gegründet und verantwortet Sortiment und Redaktion. Er arbeitet mit den Analysezertifikaten der eigenen Chargen und schreibt im Magazin über Kennzeichnung, Messwerte und Laborprüfung.

Kurzprofil

Jahrgang
2004
Ausbildung
Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement (IHK)
Heute
Gründer und Inhaber von supnature, Nordhorn

Acht Fragen an Mert Sirin

Die Antworten in seinen Worten, Stand September 2026.

Du bist Jahrgang 2004 und in Nordhorn aufgewachsen. Wie fängt man da mit dem Handel an?

Mit einem Trödelladen. Der lag direkt gegenüber von unserem Haus in einem Industriegebiet in der Grafschaft Bentheim, jede Woche neue Fundstücke, jede Woche neue Geschichten. Der Besitzer war Händler alter Schule und hielt vom Internet nichts. Ich schon. Mit 16 habe ich dort einen alten Lederkoffer für zehn Euro gekauft, zu Hause recherchiert und gestaunt: ein Sammlerstück einer High-End-Besteckmanufaktur. Auf eBay ging er für 110 Euro weg.

Ich weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat. Um das Geld ging es dabei gar nicht. Es war das Gefühl, etwas erkannt zu haben, das andere übersehen. Seitdem habe ich nie wirklich aufgehört zu handeln.

Und aus dem Hobby wurde ein Beruf?

Ja, und der Weg dahin führte über England. Bei Torro in Newcastle habe ich meinen ersten Onlineshop für den deutschen Markt aufgebaut und Amazon, eBay und Shopify von innen kennengelernt. Zurück in der Grafschaft folgte die IHK-Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandelsmanagement, nebenberuflich dazu der Online-Auftritt eines Handelsunternehmens: Suchmaschinen, Produkttexte, Zahlen.

Wer so arbeitet, lernt zwei Dinge. Wie Handel funktioniert. Und wie viel davon nur Fassade ist.

Wann kam Nahrungsergänzung ins Spiel?

Früh, und privat. Mein erstes Supplement habe ich als Teenager gekauft, ein billiges Whey-Protein, kaum deklariert. Ich hatte keine Ahnung, was ich da eigentlich kaufe, ich wusste ja nicht einmal, worauf man achten muss. Irgendwann schmeckte es so furchtbar, dass die Dose nur noch im Schrank stand. Mein Fehler, dachte ich, beim nächsten Mal kaufe ich besser.

Also habe ich beim nächsten Mal „besser“ gekauft: ein Ashwagandha-Produkt, teurer, schön vermarktet, Premium. Bis ich die Etiketten verglichen habe. Drin war ein Viertel von dem, was andere Anbieter für weniger Geld deklariert hatten. Das bessere Produkt war es also nicht. Es war das bessere Marketing. Das hat mich geärgert, und zwar weniger wegen der paar Euro. Es hatte bei jemandem funktioniert, der beruflich mit Handel und Werbung zu tun hat.

Warum hast du irgendwann aufgehört, solche Produkte zu kaufen?

Über die Jahre habe ich fast alles ausprobiert, was der Markt gerade gefeiert hat: Proteinpulver, Kreatin, Omega-3, Vitamine, L-Theanin mit Koffein. Das Interesse am Thema blieb. Was verschwand, war das Vertrauen in die Dosen. Je tiefer ich recherchiert habe, desto klarer wurde das Muster: ein Markt, der davon lebt, dass Kunden nicht wissen, worauf sie achten müssen. Genau da, wo ich mit 16 vor dem Regal stand.

Wie entstand die Idee zu supnature?

Im engsten Kreis. Einer meiner heutigen Partner warf ein Wort in den Raum, Supplements, und bei mir ist in dem Moment alles an seinen Platz gefallen. Die Handelserfahrung war da. Die eigene Enttäuschung als Kunde auch. Und ein Antrieb, der bei mir tiefer sitzt: Ich möchte Menschen etwas an die Hand geben, das hält, was es verspricht.

Und der Name?

Der hat seinen eigenen kleinen Moment. Ich saß mit einem Kumpel im Café, wir haben gebrainstormt, und ich wollte ihm gerade erzählen, dass die Marke schlicht „nature“ heißen soll. Da begrüßt er mich mit einem lässigen „Sup?“. In meinem Kopf hat es klick gemacht: supnature. Sup wie die Begrüßung, Sup wie Supplements. Manchmal ist es so einfach.

Was ist seitdem passiert?

Der Teil, der nicht glamourös ist und genau deshalb wichtig: monatelange Recherche zu Rohstoffen, Herstellern und Rechtslage. Keine White-Label-Ware mit neuem Etikett, kein schneller Shop übers Wochenende. Dann habe ich supnature gegründet, mit Sitz in Nordhorn. Ich führe das Unternehmen als Inhaber, getragen von zwei Partnern, die im Hintergrund an dasselbe glauben wie ich.

Die ersten Produkte sind in Vorbereitung, darunter Kreatin und Kollagen. Für jedes einzelne gilt das Versprechen, das ich mir selbst als Kunde immer gewünscht hätte: rein, ohne unnötige Zusätze. Dosiert, sodass drin ist, was draufsteht. Und nachweisbar, mit unabhängigen Laboranalysen, die offen einsehbar sind und in keinem Ordner verschwinden.

Gab es Momente des Zweifels?

Viele. Ideen hatte ich genug, und längst nicht jede hat überlebt. Es gab Phasen, in denen ich mir nicht sicher war, ob ich so etwas überhaupt schaffen kann. Heute weiß ich: Diesmal ist es anders. Diesmal fließt alles zusammen, die Jahre im Handel, die eigene Enttäuschung, der Wille, es besser zu machen. Ich will diesen Markt für Kunden verändern. Deshalb steht bei supnature nichts auf dem Etikett, was ein Labor nicht bestätigen kann.

Womit ich arbeite

Zahlen aus den Beiträgen, automatisch gezählt.

34Beiträge im Magazin
230verlinkte Quellen
10Wirkstoffe im Magazin
Mai 2026erster Beitrag

Meistzitiert: EUR-Lex (65), DGE (36), EFSA (27), BfR (21). Jede Quelle steht mit Link und Abrufdatum im Beitrag, jeder Beitrag wird vor der Veröffentlichung gegen die Health-Claims-Verordnung geprüft.

Beiträge von Mert Sirin

34 Beiträge im Magazin, neueste zuerst.

Nichts auf dem Etikett, was ein Labor nicht bestätigt

Gib eine Chargennummer ein und öffne das Analysezertifikat, ohne Konto und ohne Anmeldung.

Warenkorb

Dein Warenkorb ist noch leer.

Zu den Produkten