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Grundlagen

Kalium in Bananen: Gehalt je Stück und 100 g

Eine Banane mit 150 g hat rund 500 mg Kalium, je 100 g sind es 334 mg. Warum die Angaben schwanken und was mehr Kalium hat als eine Banane.

7 Min. Lesezeit

Eine Banane mit 150 g Fruchtfleisch enthält rund 500 bis 550 mg Kalium. Der Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) 4.0 nennt für rohe Banane 334 mg je 100 g, das Stück kommt damit auf rund 500 mg. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rechnet für dasselbe Stück mit 551 mg. Getrocknete Banane hat 1.238 mg je 100 g.

Auf einem hellen Holzbrett am Fenster liegen eine große und eine kleinere Banane, daneben eine weiße Schale mit dunkelbraunen getrockneten Bananenstücken und eine weiße Schale mit hellgelben Bananenchips.
Eine kleine Banane mit 100 g Fruchtfleisch hat nach dem BLS 4.0 334 mg Kalium, eine große mit 150 g rund 500 mg. Getrocknet sind es 1.238 mg je 100 g, als Chips 537,5 mg.

Kurz gesagt

  • Eine Banane mit 150 g ohne Schale hat nach dem BLS 4.0 rund 500 mg Kalium, nach der DGE-Rechnung 551 mg.
  • Je 100 g sind es 334 mg. Rohe Kartoffeln, Karotten, Aprikosen, Spinat und Avocado haben mehr, Kiwi und Apfel weniger.
  • Die Angaben im Netz schwanken, weil sie verschiedene Gewichte und Quellen nehmen: 120 oder 150 g, BLS oder DGE.
  • Getrocknete Banane hat 1.238 mg je 100 g, Bananenchips 537,5 mg.
  • Je 100 g reicht die frische Banane für die Angabe „Kaliumquelle“, die getrocknete für „hoher Kaliumgehalt“.

Wie viel Kalium hat eine Banane?

Rund 500 mg, wenn die Banane ohne Schale 150 g wiegt. Der BLS 4.0 nennt für rohe Banane 334 mg Kalium je 100 g [1]. Die DGE kommt in ihren Beispieltagen auf 551 mg für eine Banane mit 150 g, das sind 367 mg je 100 g [2]. Eine kleine Banane mit 100 g liegt bei 334 bis 367 mg, eine große mit 200 g bei 668 bis 735 mg.

Kalium je Banane nach Gewicht des Fruchtfleischs, gerechnet mit dem Wert des BLS 4.0 und mit dem Wert der DGE-Beispielrechnung
Banane, ohne SchaleKalium nach BLS 4.0Kalium nach DGE
klein, 100 g334 mg367 mg
mittel, 120 g401 mg441 mg
groß, 150 g501 mg551 mg
sehr groß, 200 g668 mg735 mg

Gerechnet mit 334 mg je 100 g aus dem BLS 4.0 [1] und mit 367 mg je 100 g aus der DGE-Rechnung von 551 mg für eine Banane mit 150 g [2]. Die Gewichte von 100, 120 und 200 g sind eigene Annahmen. Alle Werte gelten für das Fruchtfleisch ohne Schale und sind auf ganze Milligramm gerundet.

Eine amtliche Größe für eine Banane gibt es nicht. Die DGE rechnet mit 150 g, viele Seiten im Netz mit 120 g. Wer es für eine bestimmte Banane wissen will, wiegt das geschälte Stück und nimmt 3,34 mg Kalium je Gramm.

Warum schwanken die Angaben zu Kalium in Bananen?

Aus zwei Gründen: Gewicht und Quelle. Die einen setzen 120 g für eine Banane an, die anderen 150 g. Dazu kommen unterschiedliche Datenbanken: Der BLS 4.0 nennt 334 mg je 100 g, die Beispielrechnung der DGE ergibt 367 mg [1][2]. Zusammen erklärt das eine Spanne von rund 400 bis 550 mg je Banane, wie sie im Netz zu finden ist.

Den BLS-Wert hat das Max Rubner-Institut aus mehreren Einträgen gemittelt, im BLS heißt das Aggregation [1]. Die DGE nennt als Quelle ihrer Tabelle DGExpert und die Monica-Mengenliste [2]. Beide Zahlen sind öffentlich, und beide sind Mittelwerte. Eine einzelne Banane kann darüber oder darunter liegen.

Ist die Banane kaliumreich?

Je 100 g liegt sie im Mittelfeld. Rohe, geschälte Kartoffeln haben im BLS 4.0 381 mg Kalium, Karotten 355 mg, Aprikosen 362 mg, Spinat 573 mg und Avocado 550 mg, alle mehr als die Banane mit 334 mg [1]. Kiwi mit 280 mg, Tomate mit 239 mg und Apfel mit 111 mg liegen darunter. Die DGE zählt die Banane trotzdem zu den kaliumreichen Obstsorten [2].

Kalium je 100 g in 15 Lebensmitteln nach dem Bundeslebensmittelschlüssel 4.0, absteigend sortiert, mit der Herkunft des Werts
LebensmittelKalium je 100 gHerkunft im BLS
Banane, getrocknet1.238 mgReskalierung
Aprikose, getrocknet1.136 mgAnalyse
Haselnuss745 mgAnalyse
Spinat573 mgAggregation
Avocado550 mgAnalyse
Kochbanane466 mgAggregation
Feldsalat441 mgAggregation
Kartoffel, geschält381 mgAnalyse
Aprikose362 mgAggregation
Karotte355 mgAnalyse
Banane334 mgAggregation
Kohlrabi322 mgNährstoffdatenbank
Kiwi280 mgAggregation
Tomate239 mgAggregation
Apfel111 mgAggregation

Werte aus dem BLS 4.0, Stand Dezember 2025, abgefragt am 02.10.2026 [1]. Roh, wo nicht anders genannt. Analyse heißt gemessen, Aggregation aus mehreren Einträgen gemittelt, Reskalierung aus dem Rohwert auf den Wassergehalt umgerechnet, Nährstoffdatenbank aus einer anderen Datenbank übernommen.

Balkendiagramm mit dem Kaliumgehalt von 13 Lebensmitteln je 100 Gramm: getrocknete Banane 1.238 Milligramm, getrocknete Aprikose 1.136, Haselnuss 745, Spinat 573, Avocado 550, Kochbanane 466, Feldsalat 441, geschälte Kartoffel 381, Aprikose 362, Karotte 355, Banane 334, Kiwi 280 und Apfel 111. Die Balken für Banane und Kochbanane sind dunkelgrün hervorgehoben.
Je 100 g liegt die frische Banane im Mittelfeld. Kartoffel, Karotte, Spinat und Avocado haben mehr Kalium, getrocknet steht die Banane ganz oben. Werte aus dem BLS 4.0.

Welche Lebensmittel haben mehr Kalium als eine Banane?

Je Portion acht Lebensmittel aus der Tabelle der DGE: eine Avocado mit 1.238 mg, zwei rohe Karotten mit 710 mg, je 200 g gegarter Rosenkohl, Kartoffeln und Champignons mit 676 bis 686 mg sowie je 150 g Lachs, Seelachs und Forelle mit 581 bis 594 mg [2]. Die Banane folgt mit 551 mg auf Platz neun.

Alle 30 Werte der DGE je Portion, dazu die dichtesten Quellen je 100 g, stehen in der Tabelle zu Kalium in Lebensmitteln. Dort steht auch, warum eine Handvoll Nüsse trotz hoher Dichte weniger bringt als ein Teller Gemüse.

Wie viel Kalium haben getrocknete Bananen und Bananenchips?

Getrocknete Banane hat im BLS 4.0 1.238 mg Kalium je 100 g, gerechnet aus dem Rohwert und dem geringeren Wassergehalt [1]. Bananenchips, frittiert und gesüßt, kommen auf 537,5 mg, gemessen per Analyse. Fett aus dem Frittieren und zugesetzter Zucker verdünnen das Kalium. Eine Handvoll von 25 g getrockneter Banane bringt rund 310 mg, 30 g Bananenchips rund 160 mg.

Die Portionen von 25 und 30 g sind eigene Annahmen, gerechnet mit den Werten des BLS [1]. Je 100 g erscheint die getrocknete Frucht viel reicher als die frische. Je Stück ist es dasselbe Kalium, nur mit weniger Wasser.

Wann darf Banane Kaliumquelle heißen?

Ab 300 mg Kalium je 100 g darf ein Lebensmittel „Kaliumquelle“ heißen, ab 600 mg „hoher Kaliumgehalt“. Die Schwellen ergeben sich aus dem Nährstoffbezugswert von 2.000 mg nach der Lebensmittelinformationsverordnung [4][5]. Frische Banane mit 334 mg je 100 g liegt über der ersten Schwelle, getrocknete Banane mit 1.238 mg über der zweiten.

Auf einer losen Banane steht keine Nährwerttabelle, denn unverarbeitetes Obst braucht keine [4]. Die Schwellen werden erst auf einer Packung wichtig, etwa bei getrockneten Bananen oder Bananenchips. Die DGE nennt als Schätzwert 4.000 mg Kalium am Tag [3]. Warum das Etikett mit 2.000 mg rechnet, erklärt der Beitrag zu Kalium in Lebensmitteln.

Häufige Fragen

Wie viel Kalium hat eine kleine Banane?

Eine kleine Banane mit 100 g Fruchtfleisch hat nach dem BLS 4.0 334 mg Kalium, nach der Rechnung der DGE 367 mg. Wie viel eine Banane ohne Schale wiegt, steht nirgends amtlich fest. Wer es genau wissen will, wiegt das geschälte Stück und rechnet mit 3,34 mg je Gramm.

Hat eine Banane mehr Kalium als eine Kartoffel?

Je 100 g nicht. Rohe, geschälte Kartoffeln haben im BLS 4.0 381 mg Kalium, ungeschält 463 mg, die Banane 334 mg. Gekocht verliert die Kartoffel einen Teil an das Kochwasser. Je Portion bringen 200 g gekochte Kartoffeln nach der DGE-Rechnung 680 mg, eine Banane 551 mg.

Wie viel Kalium hat eine Kochbanane?

Roh 466 mg je 100 g, so der BLS 4.0. Gegessen wird sie gegart: gekocht nennt der BLS 301 mg, gebraten ohne Fett 626 mg je 100 g. Beide Werte sind Rezeptberechnungen. Beim Kochen geht Kalium ins Wasser, beim Braten verdunstet Wasser und der Wert je 100 g steigt.

Ist Kalium in Bananen radioaktiv?

Ein winziger Teil davon. 0,0117 Prozent des natürlichen Kaliums sind das Isotop Kalium-40, das radioaktiv zerfällt. In den rund 500 mg Kalium einer Banane mit 150 g sind das etwa 59 µg. Dasselbe Verhältnis gilt für das Kalium in jedem anderen Lebensmittel, in Kartoffeln oder Spinat genauso.

Wie viele Bananen braucht man für 4.000 mg Kalium?

Rechnerisch acht Bananen mit 150 g, wenn man die 334 mg je 100 g aus dem BLS 4.0 ansetzt. Die DGE zeigt in ihren Beispieltagen, dass der Schätzwert von 4.000 mg aus vielen Lebensmitteln zusammenkommt, mit Gemüse, Kartoffeln, Obst, Fisch und Milch.

Was die Zahl für den Einkauf heißt

Eine Banane bringt rund 500 mg Kalium, ein Teller Kartoffeln oder Gemüse mehr. Wer Angaben vergleicht, prüft zuerst das Gewicht und dann die Quelle. Mit 334 mg je 100 g aus dem BLS 4.0 lässt sich jede Banane selbst nachrechnen, man muss sie nur ohne Schale wiegen.

30 Lebensmittel je Portion aus der Rechnung der DGE, die dichtesten Quellen je 100 g, Tagesbedarf und Etikettregel.

Kalium in Lebensmitteln: Tabelle je Portion

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Quellen

  1. [1]Max Rubner-Institut: Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0, Dezember 2025, mit den Angaben zur Herkunft jedes Werts. Kalium je 100 g, abgefragt am 02.10.2026. (MRI) Quelle öffnen — abgerufen am 02. Oktober 2026
  2. [2]Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Kalium, mit Tabelle 1: Beispielrechnungen für eine Kaliumzufuhr von 4 000 mg/Tag bzw. 4 400 mg/Tag (Quelle: DGExpert; Monica-Mengenliste). Letzte Änderung 10.09.2025. (DGE) Quelle öffnen — abgerufen am 02. Oktober 2026
  3. [3]Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Kalium. Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr, Stand der Ableitung 2016. (DGE) Quelle öffnen — abgerufen am 02. Oktober 2026
  4. [4]Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, konsolidierte Fassung, Anhang V und Anhang XIII. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 02. Oktober 2026
  5. [5]Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel, konsolidierte Fassung, Anhang. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 02. Oktober 2026
  6. [6]Meija J, Coplen TB, Berglund M et al.: Isotopic compositions of the elements 2013 (IUPAC Technical Report). Pure and Applied Chemistry 88 (3), 2016, S. 293–306. (DOI) Quelle öffnen — abgerufen am 02. Oktober 2026

Autor

Mert Sirin, Gründer von supnature, im Porträt vor grünem Blattwerk.

Mert Sirin

Mert Sirin hat supnature gegründet und verantwortet Sortiment und Redaktion. Er arbeitet mit den Analysezertifikaten der eigenen Chargen und schreibt im Magazin über Kennzeichnung, Messwerte und Laborprüfung.

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