Kalium steckt in fast jedem Lebensmittel, nur in sehr verschiedenen Mengen. Kaliumreiche Lebensmittel sind vor allem Gemüse, Obst, Kartoffeln, Nüsse und Fisch. Eine Avocado mit 225 g liefert 1.238 mg, 200 g gekochte Kartoffeln 680 mg, eine Banane 551 mg. So rechnet es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihren Beispieltagen vor. Nudeln, Käse und Joghurt liegen weit darunter.

Kurz gesagt
- Die reichsten Portionen: eine Avocado 1.238 mg, zwei rohe Karotten 710 mg, 200 g Rosenkohl 686 mg, 200 g gekochte Kartoffeln 680 mg, 200 g Champignons 676 mg.
- Je 100 g liegen Trockenmango, Haselnüsse und Mandeln vorn, je Portion Gemüse und Fisch. Die Portion entscheidet.
- Die DGE nennt 4.000 mg Kalium am Tag. Auf dem Etikett heißen 2.000 mg schon 100 Prozent. Für Nahrungsergänzung schlägt das BfR höchstens 500 mg vor.
- „Kaliumquelle“ darf ein Lebensmittel heißen, wenn es mindestens 300 mg je 100 g enthält, „reich an Kalium“ ab 600 mg.
- Kochen in Wasser zieht Kalium aus dem Essen. Rohe Kartoffeln haben 295 bis 448 mg je 100 g, gekochte noch über 200 mg.
Wo ist am meisten Kalium drin?
In Gemüse, Obst, Kartoffeln, Nüssen und Fisch. Auf dem Teller liefert eine Avocado mit 1.238 mg am meisten, dann zwei rohe Karotten mit 710 mg, 200 g Rosenkohl mit 686 mg und 200 g gekochte Kartoffeln mit 680 mg. Die Zahlen stammen aus drei Beispieltagen, mit denen die DGE ihren Tageswert von 4.000 mg vorrechnet [1].
| Lebensmittel | Portion | Kalium je Portion | Gruppe |
|---|---|---|---|
| Avocado, roh | 1 Stück, 225 g | 1.238 mg | Obst |
| Karotte, roh | 2 Stück, 200 g | 710 mg | Gemüse |
| Rosenkohl, gegart | 200 g | 686 mg | Gemüse |
| Kartoffeln, geschält, gegart | 200 g | 680 mg | Gemüse |
| Champignons, gegart | 200 g | 676 mg | Gemüse |
| Lachs, gegart | 1 Stück, 150 g | 594 mg | Fisch |
| Seelachs, gegart | 1 Stück, 150 g | 591 mg | Fisch |
| Forelle, gegart | 1 Stück, 150 g | 581 mg | Fisch |
| Banane | 1 Stück, 150 g | 551 mg | Obst |
| Rote Paprika, roh | 200 g | 520 mg | Gemüse |
| Brokkoli, gegart | 200 g | 424 mg | Gemüse |
| Feldsalat | 100 g | 421 mg | Gemüse |
| Honigmelone | 1 Stück, 125 g | 386 mg | Obst |
| Kohlrabi, roh | 1 Stück, 100 g | 322 mg | Gemüse |
| Kuhmilch, 1,5 % Fett | 1 Glas, 200 g | 310 mg | Milchprodukte |
| Himbeeren | 150 g | 300 mg | Obst |
| Vollkornbrot | 2 Scheiben, 100 g | 291 mg | Getreide |
| Kiwi | 2 Stück, 90 g | 288 mg | Obst |
| Aprikosen | 2 Stück, 90 g | 252 mg | Obst |
| Tomaten, roh | 2 Stück, 100 g | 235 mg | Gemüse |
| Blattspinat, gegart | 150 g | 232 mg | Gemüse |
| Mango, getrocknet | 25 g | 209 mg | Trockenobst |
| Fruchtjoghurt, 1,5 % Fett | 1 kleiner Becher, 150 g | 201 mg | Milchprodukte |
| Lachsschinken | 60 g | 152 mg | Fleisch |
| Haselnüsse | 20 g | 149 mg | Nüsse |
| Mandeln | 20 g | 135 mg | Nüsse |
| Knäckebrot | 3 Scheiben, 30 g | 131 mg | Getreide |
| Bergkäse, mind. 20 % Fett i. Tr. | 2 Scheiben, 60 g | 105 mg | Milchprodukte |
| Nudeln, gegart | 200 g | 88 mg | Getreide |
| Camembert, mind. 30 % Fett i. Tr. | 60 g | 72 mg | Milchprodukte |
Werte aus den drei Beispielrechnungen der DGE (Quelle dort: DGExpert, Monica-Mengenliste), Stand 10.09.2025. Gegart heißt gekocht. Eine Zeile der DGE-Tabelle fehlt hier: 20 g Bitterschokolade mit 403 mg. Das wären 2.015 mg je 100 g, mehr als das Doppelte der Trockenmango und weit über jedem anderen Wert. Wir halten die Zahl für einen Übertragungsfehler und lassen die Zeile weg.
Was in der Tabelle fehlt, hat einen einfachen Grund: Dieser Beitrag nimmt nur Zahlen, die jeder online nachlesen kann. Die DGE nennt als weitere reiche Quellen Tomatenmark, Trockenobst, Cashewkerne, Erdnüsse, Bitterschokolade und Vollkornmehl aus Dinkel, Roggen oder Buchweizen, aber ohne Zahl je Portion [1]. Das BfR ergänzt Reis, Brot, Fruchtsaft, Milch, Kaffee und Tee [5].
Kaliumreiche Lebensmittel je 100 g: welche sind am dichtesten?
Trockenmango mit 836 mg, Haselnüsse mit 745 mg und Mandeln mit 675 mg je 100 g, gerechnet aus den Portionswerten der DGE. Dahinter folgen Avocado mit 550 mg, Knäckebrot mit 437 mg und Feldsalat mit 421 mg. Die Reihenfolge unterscheidet sich von der Tabelle oben, weil 20 g Nüsse eine kleine Portion sind und 200 g Gemüse eine große.
| Lebensmittel | Kalium je 100 g | Portion aus der Tabelle oben |
|---|---|---|
| Mango, getrocknet | 836 mg | 25 g, 209 mg |
| Haselnüsse | 745 mg | 20 g, 149 mg |
| Mandeln | 675 mg | 20 g, 135 mg |
| Avocado, roh | 550 mg | 225 g, 1.238 mg |
| Knäckebrot | 437 mg | 30 g, 131 mg |
| Feldsalat | 421 mg | 100 g, 421 mg |
| Lachs, gegart | 396 mg | 150 g, 594 mg |
| Seelachs, gegart | 394 mg | 150 g, 591 mg |
| Forelle, gegart | 387 mg | 150 g, 581 mg |
| Banane | 367 mg | 150 g, 551 mg |
| Karotte, roh | 355 mg | 200 g, 710 mg |
| Rosenkohl, gegart | 343 mg | 200 g, 686 mg |
Rechenweg: Kalium je Portion geteilt durch das Portionsgewicht, mal 100, auf ganze Milligramm gerundet. Weil die DGE ihre Portionswerte schon gerundet hat, können die Zahlen je 100 g um einige Milligramm von einer Nährwertdatenbank abweichen.
Der Unterschied zwischen beiden Tabellen ist die Portion. Eine Handvoll Haselnüsse wiegt 20 g und bringt 149 mg. Ein Teller Rosenkohl wiegt 200 g und bringt 686 mg, obwohl je 100 g weniger drin ist. Wer viel Kalium essen will, schaut deshalb zuerst auf die Portionsspalte und erst dann auf die Dichte.
Eine Banane mit 150 g liefert 551 mg Kalium, das sind 367 mg je 100 g [1]. Damit steht sie in der Tabelle oben auf Platz neun von 30. Zwei rohe Karotten, ein Teller Kartoffeln oder Champignons bringen mehr. Die DGE zählt die Banane trotzdem zu den kaliumreichen Obstsorten, zusammen mit Aprikosen, Kiwi und Honigmelone.
Wie viel Kalium eine Banane je nach Größe hat, warum die Angaben im Netz schwanken und was getrocknete Bananen bringen, steht im Beitrag Kalium in Bananen.
Wie viel Kalium am Tag?
Die DGE nennt als Schätzwert 4.000 mg Kalium am Tag für alle ab 15 Jahren, 4.400 mg für Stillende [1][2]. Die EFSA kommt auf 3.500 mg [3]. Gemessen wurden in Deutschland rund 3.900 mg bei Frauen und 4.300 mg bei Männern [1]. Auf dem Etikett gelten dagegen 2.000 mg als 100 Prozent [6].
| Zahl und Absender | Wofür sie gilt |
|---|---|
| 4.000 mg, DGE, Schätzwert seit 2016 | Zufuhr aus allen Quellen am Tag, ab 15 Jahren; 4.400 mg für Stillende |
| 3.500 mg, EFSA, angemessene Zufuhr 2016 | Zufuhr aus allen Quellen am Tag, Erwachsene einschließlich Schwangere |
| 2.000 mg, Etikett, Nährstoffbezugswert nach LMIV | Bezugsgröße für die Prozentangabe in jeder Nährwerttabelle, keine Empfehlung |
| 500 mg, BfR, Vorschlag von 2021 | Höchstmenge je Tagesdosis eines Nahrungsergänzungsmittels, zusätzlich zum Essen |
DGE und EFSA meinen die Zufuhr aus allen Quellen zusammen, Essen und Trinken eingeschlossen. Der Etikettwert ist eine Rechengröße. Die BfR-Zahl gilt nur für das Präparat und kommt zum Essen dazu.

Warum sagt das Etikett 2.000 mg und die DGE 4.000 mg? Der Wert auf dem Etikett ist eine Rechengröße für die Prozentangabe, in ganz Europa gleich und seit 2011 nicht geändert [6]. Der DGE-Wert ist eine Schätzung, die unter anderem darauf beruht, wie viel Menschen in Deutschland ohnehin zu sich nehmen [1].
Ein Joghurt mit „15 Prozent Kalium“ liefert also 300 mg. Gemessen an den 4.000 mg der DGE sind das 7,5 Prozent. Die Prozentzahl auf der Packung klingt also größer, als die Menge ist.
Kalium ist ein Mengenelement: Der Körper enthält davon Gramm, keine Milligramm. Deshalb sind die Tageswerte so groß, und deshalb kommt der größte Teil aus dem Essen. Die DGE rechnet in drei Beispieltagen vor, wie 4.000 mg zusammenkommen. Wir haben die Zeilen nachgerechnet und kommen bei einem der drei Tage auf eine andere Summe als die DGE-Seite [1].
| Beispieltag | Lebensmittel | Unsere Summe | Summe laut DGE-Seite |
|---|---|---|---|
| Tag 1 | 11 | 4.079 mg | 4.079 mg |
| Tag 2 | 11 | 4.043 mg | 4.043 mg |
| Tag 3 | 9 | 3.811 mg | 4.615 mg |
Nach Angabe der DGE sind die Beispiele kein vollständiger Speiseplan. Beim dritten Tag ergeben die neun gedruckten Zeilen 3.811 mg; die Seite nennt 4.615 mg. Wir nehmen die Summe der Zeilen.
Die Werte für Kinder staffelt die DGE nach Alter, von 400 mg bei Säuglingen bis 4.000 mg ab 15 Jahren [2]. Wie Natrium, Calcium und Magnesium neben dem Kalium stehen, zeigt die Tabelle im Beitrag zu den Elektrolyten, und dort steht auch, wo im Körper das Kalium sitzt.
Wann darf ein Lebensmittel Kaliumquelle heißen?
Wenn es je 100 g mindestens 15 Prozent des Nährstoffbezugswerts von 2.000 mg enthält, also 300 mg [6][7]. „Hoher Kaliumgehalt“ oder „reich an Kalium“ verlangt 600 mg je 100 g. Bei Getränken gilt die Hälfte je 100 ml: 150 mg für die Quelle, 300 mg für den hohen Gehalt. 17 der 30 Lebensmittel schaffen die erste Schwelle, drei die zweite.
| Angabe auf dem Etikett | Schwelle je 100 g, bei Getränken je 100 ml | Beispiele aus den Tabellen |
|---|---|---|
| „Kaliumquelle“ | 300 mg, Getränke 150 mg | 17 Lebensmittel von Trockenmango mit 836 mg bis Honigmelone mit 309 mg; Milch mit 155 mg je 100 ml |
| „Hoher Kaliumgehalt“ oder „reich an Kalium“ | 600 mg, Getränke 300 mg | Trockenmango 836 mg, Haselnüsse 745 mg, Mandeln 675 mg |
Rechenweg: 15 Prozent des Nährstoffbezugswerts von 2.000 mg für die Quelle, 30 Prozent für den hohen Gehalt; bei Getränken jeweils die Hälfte je 100 ml. Die Angabe bezieht sich auf das Lebensmittel, wie es verkauft wird. Frisches Obst und Gemüse trägt selten ein Etikett; die Regel zählt bei verpackten Produkten, Säften und Getränkepulvern. Welche Lebensmittel die Schwellen schaffen, haben wir mit den gerechneten Werten je 100 g bestimmt.
Im EU-Register der zugelassenen Angaben stehen zu Kalium drei Sätze über seine Rolle im Körper. Alle drei dürfen nur auf einem Lebensmittel stehen, das die Schwelle für „Kaliumquelle“ erreicht [8]. Wie die Sätze lauten, gehört zu dem Produkt, das diese Schwelle in seiner Nährwerttabelle nachweist.
Bei Pulvern und Tabletten steht Kalium als Verbindung auf der Packung, etwa Kaliumcitrat oder Kaliumchlorid. 1.000 mg Kaliumcitrat enthalten rund 360 mg Kalium, 1.000 mg Kaliumchlorid rund 520 mg. Wie Du das umrechnest, steht im Beitrag zur Dosierung.
Geht Kalium beim Kochen verloren?
Ja, ein Teil geht ins Kochwasser, weil Kalium sich in Wasser löst. Rohe Kartoffeln enthalten je nach Sorte 295 bis 448 mg je 100 g. Nach normalem Kochen blieben in einer Messung an sechs Sorten über 200 mg je 100 g übrig, zweimal gekocht noch weniger [10]. Die DGE nennt für Kartoffeln, Rosenkohl, Brokkoli und Champignons die gegarten Werte [1].
Die Übersicht für die nordischen Länder fasst es so zusammen: Verarbeitung senkt den Kaliumgehalt von Lebensmitteln und Getränken [11]. Was im Kochwasser landet, ist nur dann weg, wenn das Wasser weggeschüttet wird. In einer Suppe oder einem Eintopf bleibt es im Essen. Für die gerechneten Werte je 100 g in der Magnesiumtabelle gilt dasselbe.
- Mengenelement
Ein Mineralstoff, von dem der Körper große Mengen enthält, gerechnet in Gramm. Kalium gehört dazu, ebenso Natrium, Calcium und Magnesium. Spurenelemente wie Zink oder Eisen kommen dagegen nur in Milligramm vor.
- Nährstoffbezugswert
Die Zahl, auf die sich die Prozentangabe in jeder Nährwerttabelle bezieht. Für Kalium sind es 2.000 mg. Der Wert dient dem Vergleich von Etiketten und ist keine Empfehlung für die Einnahme.
- Kaliumquelle
Erlaubte Angabe auf dem Etikett, wenn ein Lebensmittel je 100 g mindestens 15 Prozent des Nährstoffbezugswerts enthält, also 300 mg. Für „hoher Kaliumgehalt“ oder „reich an Kalium“ muss es das Doppelte sein.
- Schätzwert
Ein Referenzwert, den die DGE aus Messungen schätzt, weil der genaue Bedarf nicht bekannt ist. Für Kalium hat die DGE ihn 2016 unter anderem aus der gemessenen Zufuhr in Deutschland abgeleitet.
- DGE
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Sie gibt an, wie viel von einem Nährstoff ein Mensch am Tag aus allen Quellen zusammen aufnehmen sollte. Für Kalium sind das 4.000 mg.
- EFSA
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Sie bewertet Nährstoffe für die EU und nennt für Kalium 3.500 mg am Tag als angemessene Zufuhr.
- BfR
Das Bundesinstitut für Risikobewertung. Es schlägt vor, wie viel von einem Nährstoff höchstens in ein Nahrungsergänzungsmittel gehört. Für Kalium sind das 500 mg je Tagesdosis.
- DEGS1
Die Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland, 2008 bis 2011. Aus ihr stammen die gemessenen 3.900 mg bei Frauen und 4.300 mg bei Männern. Gemessen wurde das Kalium im Urin, weil das genauer ist als ein Ernährungsprotokoll.
Häufige Fragen
Welches Lebensmittel hat am meisten Kalium?
Je Portion die Avocado: 1.238 mg in einem Stück mit 225 g. Je 100 g liegt Trockenmango mit 836 mg vorn, dann Haselnüsse mit 745 mg und Mandeln mit 675 mg. Die Portionswerte stammen aus der DGE-Tabelle, die Werte je 100 g haben wir daraus gerechnet.
Wie viel Kalium hat eine Avocado?
1.238 mg in einer rohen Avocado mit 225 g, so rechnet es die DGE. Das sind 550 mg je 100 g und mehr als in jeder anderen Portion der Tabelle. Eine halbe Avocado liefert rund 620 mg, gut 15 Prozent des DGE-Werts von 4.000 mg am Tag.
Wie viel Kalium haben Kartoffeln?
200 g geschälte, gekochte Kartoffeln liefern 680 mg, also 340 mg je 100 g, so die DGE. Roh enthalten Kartoffeln je nach Sorte 295 bis 448 mg je 100 g. Ein Teil geht beim Kochen ins Wasser: Nach normalem Kochen blieben in einer Messung an sechs Sorten mehr als 200 mg je 100 g übrig.
Welches Obst hat viel Kalium?
In der DGE-Tabelle: Avocado 1.238 mg je Stück, Banane 551 mg, Honigmelone 386 mg, Himbeeren 300 mg je 150 g, zwei Kiwis 288 mg, zwei Aprikosen 252 mg. Getrocknet wird Obst dichter: 25 g Trockenmango bringen 209 mg, das sind 836 mg je 100 g.
Wie viel Kalium ist in Mineralwasser?
Das steht auf dem Etikett in der Analysentabelle, meist in mg je Liter. Eine erlaubte Angabe wie „kaliumhaltig“ gibt es anders als bei Magnesium und Calcium nicht: Die EU-Richtlinie für natürliche Mineralwässer führt Kalium in ihrer Liste der Angaben nicht auf.
Kann man den Kaliumbedarf mit Essen decken?
Rechnerisch ja. Die DGE zeigt es mit drei Beispieltagen: Zwei davon kommen auf 4.079 und 4.043 mg, der dritte nach unserer Rechnung auf 3.811 mg. Gemessen wurden in Deutschland im Mittel 3.900 mg bei Frauen und 4.300 mg bei Männern am Tag.
Was die Tabelle für den Einkauf heißt
Gemüse und Kartoffeln liefern die großen Mengen, weil die Portionen groß sind. Nüsse und Trockenobst sind dicht, aber klein. Bei verpackten Produkten zeigt die Prozentzahl auf dem Etikett den Anteil an 2.000 mg, und „Kaliumquelle“ darf erst ab 300 mg je 100 g draufstehen. Ein Präparat kommt mit höchstens 500 mg dazu, wenn Du eines nimmst.
Was Elektrolyte sind, welche sieben Stoffe dazugehören und welche Referenzwerte die DGE für jeden nennt.
Sechs Rezepte je Liter aus Salz, Zucker oder Saft, jedes durchgerechnet, mit dem Kalium aus dem Saft.
Dieselbe Tabelle für Magnesium: Gehalte je 100 g und je Portion, mit Quelle und Etikettregel.
Dieselbe Tabelle für Omega-3: EPA und DHA aus Fisch, ALA aus Pflanzen, je 100 g und je Portion, mit Quelle und Etikettregel.
Dieselbe Tabelle für Zink: 38 Werte je Portion aus der DGE-Rechnung, dazu Zink je 10 g Eiweiß und was Phytat damit zu tun hat.
Bei einem Elektrolytpulver steht das reine Kalium je Portion in der Nährwerttabelle, mit Prozent des Nährstoffbezugswerts daneben. Damit vergleichst Du zwei Produkte.
Quellen
- [1]Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Kalium, mit Tabelle 1: Beispielrechnungen für eine Kaliumzufuhr von 4 000 mg/Tag bzw. 4 400 mg/Tag (Quelle: DGExpert; Monica-Mengenliste). Letzte Änderung 10.09.2025. (DGE) Quelle öffnen — abgerufen am 17. September 2026
- [2]Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Kalium. Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr, Stand der Ableitung 2016. (DGE) Quelle öffnen — abgerufen am 17. September 2026
- [3]EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies: Dietary reference values for potassium. EFSA Journal 14 (10), 2016, 4592. (EFSA) Quelle öffnen — abgerufen am 17. September 2026
- [4]Bundesinstitut für Risikobewertung: Aktualisierte Höchstmengenvorschläge für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln und angereicherten Lebensmitteln. Stand 2021. (BfR) Quelle öffnen — abgerufen am 17. September 2026
- [5]Bundesinstitut für Risikobewertung, Portal Mikroco-Wissen: Kalium. Stand 06.09.2023. (BfR) Quelle öffnen — abgerufen am 17. September 2026
- [6]Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, konsolidierte Fassung, Anhang V und Anhang XIII. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 17. September 2026
- [7]Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel, konsolidierte Fassung, Anhang. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 17. September 2026
- [8]Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel, konsolidierte Fassung, Anhang, Einträge zu Kalium. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 17. September 2026
- [9]Richtlinie 2009/54/EG über die Gewinnung von und den Handel mit natürlichen Mineralwässern, Anhang III. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 17. September 2026
- [10]Burrowes JD, Ramer NJ: Changes in potassium content of different potato varieties after cooking. Journal of Renal Nutrition 18 (6), 2008, S. 530–534. (Elsevier) Quelle öffnen — abgerufen am 17. September 2026
- [11]Toft U, Riis NL, Jula A: Potassium: a scoping review for Nordic Nutrition Recommendations 2023. Food & Nutrition Research 68, 2024. (Swedish Nutrition Foundation) Quelle öffnen — abgerufen am 17. September 2026
Autor

Mert Sirin
Mert Sirin hat supnature gegründet und verantwortet Sortiment und Redaktion. Er arbeitet mit den Analysezertifikaten der eigenen Chargen und schreibt im Magazin über Kennzeichnung, Messwerte und Laborprüfung.
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