Vitamin K steckt vor allem in grünem Blattgemüse und Kohl. Grünkohl enthält roh 1.139 µg je 100 g, Mangold 830 µg, Spinat 456 µg. Das ist Vitamin K1, auch Phyllochinon genannt. Vitamin K2, die Menachinone, kommt in viel kleineren Mengen vor: in Käse, Eigelb, Fleisch und Innereien. So steht es im Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) 4.0, der deutschen Nährstoffdatenbank.

Kurz gesagt
- Vitamin K1 kommt aus Pflanzen. Je 100 g roh: Grünkohl 1.139 µg, Mangold 830 µg, Petersilie 576 µg, Spinat 456 µg.
- Vitamin K2 kommt aus tierischen und gegorenen Lebensmitteln, in viel kleineren Mengen: Gouda 64,5 µg, Eigelb 48 µg, Camembert 42 µg je 100 g.
- Ein Teller gekochter Grünkohl mit 200 g bringt rechnerisch 2.348 µg. Auf dem Etikett gelten 75 µg als 100 Prozent, die DGE nennt 60 bis 80 µg am Tag.
- Für Nahrungsergänzung schlägt das BfR höchstens 80 µg K1 oder 25 µg K2 je Tagesdosis vor.
- Der BLS nennt für jeden Wert die Herkunft. Die K2-Werte für Käse kommen meist aus anderen Datenbanken, die für Huhn und Schwein aus Messungen des Max Rubner-Instituts.
Welche Lebensmittel haben viel Vitamin K?
Grünes Blattgemüse, Kohl und Kräuter. Im BLS 4.0 führen Grünkohl mit 1.139 µg, Mangold mit 830 µg und Löwenzahn mit 778 µg je 100 g roh, dahinter Petersilie, Kresse, Brennnessel und Spinat. Fast alles davon ist Vitamin K1. Schnittkäse, Weichkäse und Eigelb kommen auf 40 bis 70 µg, und das ist überwiegend K2 [1].
| Lebensmittel | Vitamin K1 je 100 g | Herkunft im BLS |
|---|---|---|
| Grünkohl | 1.139 µg | Fachliteratur |
| Mangold | 830 µg | Fachliteratur |
| Löwenzahn | 778 µg | andere Datenbank |
| Petersilie, Blätter | 576 µg | Mittelwert |
| Gartenkresse | 542 µg | andere Datenbank |
| Brennnessel | 499 µg | andere Datenbank |
| Spinat | 456 µg | Mittelwert |
| Basilikum | 415 µg | andere Datenbank |
| Schnittlauch | 375 µg | Fachliteratur |
| Radicchio | 255 µg | andere Datenbank |
| Brokkoli | 187 µg | Mittelwert |
| Rosenkohl | 186 µg | Mittelwert |
| Rucola | 129 µg | andere Datenbank |
| Feldsalat | 116 µg | Fachliteratur |
| Kopfsalat | 116 µg | Mittelwert |
| Spargel | 103,9 µg | Fachliteratur |
| Römersalat | 103 µg | Fachliteratur |
| Weißkohl | 90 µg | Mittelwert |
| Chinakohl | 80 µg | Fachliteratur |
| Wirsing | 68,8 µg | andere Datenbank |
| Porree | 54 µg | Fachliteratur |
| Kiwi | 33 µg | Mittelwert |
| Sauerkraut, abgetropft | 25,1 µg | Fachliteratur |
| Avocado | 14,1 µg | Messung des Instituts |
Werte aus dem BLS 4.0 des Max Rubner-Instituts, abgefragt am 01.10.2026. Die Herkunft steht so im BLS: Fachliteratur, Mittelwert aus mehreren Quellen, Wert aus einer anderen Nährstoffdatenbank oder Messung des Instituts. K2 führt der BLS für diese Lebensmittel nicht oder nur unter der Nachweisgrenze. Die Ausnahme ist Sauerkraut mit 4,8 µg.
Auch Pflanzenöle enthalten K1: Sojaöl 188 µg, Rapsöl 121 µg und Olivenöl 58 µg je 100 g [1]. Getrocknete Kräuter sind noch dichter: Schnittlauch kommt getrocknet auf 1.720 µg, Basilikum auf 1.710 µg. Davon landet aber meist nur eine Prise im Essen. Für den Teller zählt das frische Gemüse.
Welche Lebensmittel enthalten Vitamin K2?
Käse, Eigelb, Fleisch und Innereien. Den höchsten K2-Wert im BLS 4.0 hat rohes Hähnchenherz mit 108,6 µg je 100 g. Danach folgen der Blauschimmelkäse Danablu mit 72 µg, Gouda und Edamer mit 64,5 µg und Eigelb mit 48 µg. Hartkäse wie Emmentaler liegt bei 18,5 µg, Vollmilch bei 1,1 µg [1].
| Lebensmittel | K2 je 100 g | K1 je 100 g | Herkunft des K2-Werts |
|---|---|---|---|
| Hähnchenherz, roh | 108,6 µg | unter Bestimmungsgrenze | Messung des Instituts |
| Danablu, 50 % Fett | 72 µg | 1,5 µg | andere Datenbank |
| Gouda, 48 % Fett | 64,5 µg | 3,9 µg | andere Datenbank |
| Edamer, Tilsiter, Havarti | 64,5 µg | 3,9 µg | übernommen |
| Hähnchenmagen, roh | 54,7 µg | unter Bestimmungsgrenze | Messung des Instituts |
| Weichkäse aus Ziegenmilch, 45 % Fett | 49,5 µg | 1,9 µg | andere Datenbank |
| Eigelb, roh | 48 µg | 5 µg | Mittelwert |
| Camembert, 45 % Fett | 42 µg | 1,2 µg | andere Datenbank |
| Körniger Frischkäse, 20 % Fett | 34 µg | 0,3 µg | andere Datenbank |
| Hähnchenleber, roh | 32,2 µg | unter Bestimmungsgrenze | Messung des Instituts |
| Schweinefleisch mit Sehnen, bis 10 % Fett, roh | 31,9 µg | 0,05 µg | Messung des Instituts |
| Feta, 45 % Fett | 29,8 µg | 1,9 µg | andere Datenbank |
| Schweinefleisch ohne Sehnen, bis 5 % Fett, roh | 26,4 µg | 0,05 µg | Messung des Instituts |
| Hähnchen-Oberschenkel mit Haut, roh | 19,2 µg | unter Bestimmungsgrenze | Messung des Instituts |
| Kalbsleber, roh | 19,2 µg | 10,5 µg | andere Datenbank |
| Emmentaler, 45 % Fett | 18,5 µg | 2 µg | andere Datenbank |
| Feine Leberwurst | 18,5 µg | unter Bestimmungsgrenze | Messung des Instituts |
| Butter | 18 µg | 8 µg | Mittelwert |
| Parmesan, 30 % Fett | 10,8 µg | 1,4 µg | andere Datenbank |
| Speisequark, 20 % Fett | 10,5 µg | 0,5 µg | andere Datenbank |
| Hühnerei, roh | 7 µg | 0,6 µg | Fachliteratur |
| Sauerkraut, abgetropft, roh | 4,8 µg | 25,1 µg | Fachliteratur |
| Vollmilch, 3,5 % Fett | 1,1 µg | 0,5 µg | andere Datenbank |
| Joghurt, 3,5 % Fett | 0,9 µg | 0,2 µg | Fachliteratur |
| Lachs, roh | 0,5 µg | 0,1 µg | Fachliteratur |
Werte aus dem BLS 4.0 des Max Rubner-Instituts, abgefragt am 01.10.2026, auf eine Nachkommastelle gerundet, Werte unter 0,1 µg auf zwei. Übernommen heißt: Der BLS hat den Wert von einem ähnlichen Lebensmittel übertragen. Unter der Bestimmungsgrenze heißt: Die Menge K1 war zu klein, um sie mit der Messmethode zu beziffern. Käse ist mit seinem Fettgehalt in der Trockenmasse angegeben.
Natto, gegorene Sojabohnen aus Japan, steht in vielen K2-Listen ganz oben. Im BLS 4.0 gibt es dafür keinen Eintrag, für Tempeh ebenso wenig. Für Miso führt er K1, aber keinen K2-Wert [1]. Eine Zahl für Natto nennen wir deshalb nicht. Sauerkraut, das gegorene Gemüse der deutschen Küche, hat 4,8 µg K2 je 100 g.
Die DGE ordnet das K2 tierischen und gegorenen Lebensmitteln zu [2]. Der BLS fasst alle Menachinone zu einem Wert zusammen. Welche Formen ein Käse enthält, etwa MK-4 oder MK-7, steht dort nicht. Was diese Kürzel auf dem Etikett eines Präparats heißen, erklärt der Beitrag zu den Einheiten von Vitamin D3 und K2.
Wie viel Vitamin K hat eine Portion?
Ein Teller gekochter Grünkohl mit 200 g bringt rechnerisch 2.348 µg Vitamin K, 150 g gedünsteter Spinat 824 µg und 200 g Rosenkohl 350 µg. Zwei Scheiben Gouda mit 60 g kommen auf 41 µg, davon 38,7 µg K2. Gerechnet haben wir mit den BLS-Werten je 100 g und üblichen Portionen [1][8].
| Lebensmittel | Portion | Vitamin K je Portion | davon K2 |
|---|---|---|---|
| Grünkohl, gekocht | 200 g | 2.348 µg | 0 µg |
| Mangold, gekocht | 200 g | 1.766 µg | 0 µg |
| Spinat, gedünstet | 150 g | 824 µg | 0 µg |
| Rosenkohl, gekocht | 200 g | 350 µg | 0 µg |
| Brokkoli, gekocht | 200 g | 308 µg | 0 µg |
| Feldsalat, roh | 100 g | 116 µg | 0 µg |
| Gouda, 48 % Fett | 2 Scheiben, 60 g | 41 µg | 38,7 µg |
| Avocado, roh | 1 Stück, 225 g | 31,7 µg | 0 µg |
| Kiwi | 2 Stück, 90 g | 29,7 µg | 0 µg |
| Camembert, 45 % Fett | 60 g | 25,8 µg | 25,2 µg |
| Bergkäse, 45 % Fett | 2 Scheiben, 60 g | 12 µg | 11,1 µg |
| Vollmilch, 3,5 % Fett | 1 Glas, 200 g | 3,2 µg | 2,2 µg |
Rechenweg: Gesamtwert des BLS je 100 g mal Portionsgewicht, geteilt durch 100, gerundet. Die Portionsgrößen stammen aus Tabelle 1 der DGE-Fragen und Antworten zu Kalium. Bei Grünkohl, Mangold und Gouda sind es unsere Annahmen, angelehnt an die Gemüse- und Käseportionen der DGE. Gekocht und gedünstet hat der BLS aus dem rohen Gemüse gerechnet.
Gemessen am Etikettwert von 75 µg liefert ein Teller Brokkoli das Vierfache, ein Teller Grünkohl das 31-Fache. Käse bleibt darunter. Zwei Scheiben Gouda kommen auf 55 Prozent, zwei Scheiben Bergkäse auf 16 Prozent. Die Portionsgrößen sind meist dieselben wie in unserer Kaliumtabelle, wo sie aus den Beispieltagen der DGE stammen.
Wie viel Vitamin K am Tag?
Die DGE nennt als Schätzwert 60 µg Vitamin K am Tag für Frauen und 70 µg für Männer, ab 51 Jahren 65 und 80 µg [2]. Die EFSA setzt 70 µg für alle Erwachsenen an und zählt dabei nur K1 [3]. Auf dem Etikett gelten 75 µg als 100 Prozent [5]. Für Präparate schlägt das BfR eigene Höchstmengen vor [4].
| Zahl und Absender | Wofür sie gilt |
|---|---|
| 60 bis 80 µg, DGE, Schätzwert von 2000 | Zufuhr am Tag ab 15 Jahren: Frauen 60 µg, ab 51 Jahren 65 µg; Männer 70 µg, ab 51 Jahren 80 µg; Schwangere und Stillende 60 µg |
| 70 µg, EFSA, angemessene Zufuhr 2017 | alle Erwachsenen, auch Schwangere und Stillende; abgeleitet aus 1 µg je Kilogramm Körpergewicht, nur für K1 |
| 75 µg, Etikett, Nährstoffbezugswert nach LMIV | Bezugsgröße für die Prozentangabe in jeder Nährwerttabelle, keine Empfehlung; ein Wert für Vitamin K, ohne die Form zu unterscheiden |
| 80 µg K1 oder 25 µg K2, BfR-Vorschlag | Höchstmenge je Tagesdosis eines Nahrungsergänzungsmittels, zusätzlich zum Essen |
DGE und EFSA meinen die Zufuhr aus allen Quellen zusammen. Der Etikettwert ist eine Rechengröße für die Prozentangabe. Die BfR-Zahlen gelten nur für das Präparat und kommen zum Essen dazu.

Warum zählt die EFSA nur K1? Sie hält die Daten zu Vorkommen, Aufnahme und Funktion der Menachinone für nicht ausreichend und setzt deshalb nur für Phyllochinon einen Wert [3]. Die DGE-Werte stammen aus dem Jahr 2000 und unterscheiden nicht zwischen K1 und K2 [2].
Das BfR sieht derzeit keine Hinweise, dass Menschen in Deutschland zu wenig Vitamin K aufnehmen [4]. Für Nahrungsergänzung schlägt es je Tagesdosis höchstens 80 µg K1 oder 25 µg K2 vor. Gemessen am Etikettwert sind das 107 Prozent für K1 und 33 Prozent für K2. Die Zahlen für Vitamin D stehen im Beitrag Wie viel Vitamin D am Tag?.
Wann darf ein Lebensmittel Vitamin-K-Quelle heißen?
Wenn es je 100 g mindestens 15 Prozent des Nährstoffbezugswerts von 75 µg enthält, also 11,25 µg [5][6]. „Hoher Vitamin-K-Gehalt“ verlangt das Doppelte, 22,5 µg. Bei Getränken gilt jeweils die Hälfte je 100 ml. Das grüne Gemüse der ersten Tabelle schafft beide Schwellen, Milch und Joghurt schaffen keine.
| Angabe auf dem Etikett | Schwelle je 100 g, Getränke je 100 ml | Beispiele aus dem BLS, Vitamin K gesamt |
|---|---|---|
| „Vitamin-K-Quelle“ | 11,25 µg, Getränke 5,6 µg | Emmentaler 20 µg, Avocado 14,1 µg, Parmesan 12,2 µg |
| „Hoher Vitamin-K-Gehalt“ | 22,5 µg, Getränke 11,25 µg | alle Gemüse der ersten Tabelle, Gouda 68,4 µg, Eigelb 53 µg, Camembert 43 µg |
| keine dieser Angaben | unter 11,25 µg, Getränke unter 5,6 µg | Speisequark mit 20 % Fett 11 µg, Hühnerei 8 µg, Vollmilch 1,6 µg, Joghurt 1,1 µg |
Rechenweg: 15 Prozent von 75 µg für die Quelle, 30 Prozent für den hohen Gehalt; bei Getränken jeweils die Hälfte je 100 ml, also 5,625 und 11,25 µg. Verglichen haben wir mit dem Gesamtwert des BLS, K1 und K2 zusammen, denn der Nährstoffbezugswert unterscheidet die Formen nicht. Frisches Gemüse trägt selten ein Etikett. Die Regel zählt bei verpackten Lebensmitteln.
Im EU-Register der zugelassenen Angaben stehen zu Vitamin K zwei Sätze über seine Rolle im Körper. Beide dürfen nur auf einem Lebensmittel stehen, das die Schwelle für „Vitamin-K-Quelle“ erreicht [7]. Speisequark mit 20 Prozent Fett in der Trockenmasse verfehlt sie im BLS knapp: 11 µg statt 11,25 µg.
Geht Vitamin K beim Kochen verloren?
Nach der Rechnung des BLS bleibt der Gehalt je 100 g in derselben Größenordnung. Grünkohl hat roh 1.139 µg und gekocht 1.174 µg, Rosenkohl 186 und 175 µg, Brokkoli 187 und 154 µg. Gemessen ist das nicht: Der BLS rechnet gegarte Werte aus dem rohen Gemüse, mit Änderungen von Gewicht und Nährstoffgehalt [1].
| Gemüse | roh je 100 g | gegart je 100 g | Zubereitung |
|---|---|---|---|
| Grünkohl | 1.139 µg | 1.174 µg | gekocht |
| Mangold | 830 µg | 883 µg | gekocht |
| Spinat | 456 µg | 549 µg | gedünstet |
| Rosenkohl | 186 µg | 175 µg | gekocht |
| Brokkoli | 187 µg | 154 µg | gekocht |
| Weißkohl | 90 µg | 93 µg | gekocht |
| Chinakohl | 80 µg | 100 µg | gekocht |
Die gegarten Werte sind im BLS Rezeptberechnungen aus dem rohen Gemüse, keine eigenen Messungen. Alle Werte sind Vitamin K1. K2 führt der BLS für diese Gemüse nicht oder nur unter der Nachweisgrenze.
Je 100 g liegen die gegarten Werte zwischen 18 Prozent unter und 25 Prozent über dem rohen Wert. Vitamin K ist fettlöslich. Wie viel davon aus dem Essen im Körper ankommt, ist laut DGE sehr unterschiedlich, unter anderem wegen des Fetts im Essen und der Länge der Seitenkette [2].
Wie verlässlich sind die Vitamin-K-Werte?
So verlässlich wie ihre Herkunft, und die nennt der BLS 4.0 für jeden einzelnen Wert. Das K2 in Huhn und Schwein hat das Max Rubner-Institut selbst gemessen. Die Werte für Gouda, Camembert und Feta stammen aus anderen Nährstoffdatenbanken. Edamer, Tilsiter und Bergkäse tragen Werte, die von ähnlichen Käsen übernommen sind [1].
Wir haben am 1. Oktober 2026 alle 1.031 Einträge im BLS mit mehr als 5 µg K2 je 100 g ausgewertet. 808 davon hat der BLS aus Rezepten gerechnet, also aus den Zutaten eines Gerichts oder aus dem rohen Lebensmittel.
Von den übrigen 223 sind 148 von einem ähnlichen Lebensmittel übernommen, 24 kommen aus anderen Datenbanken, 27 aus eigenen Messungen des Instituts. 22 dieser Messungen betreffen Fleisch, Wurst und Geflügel.
| Herkunft des K2-Werts | Lebensmittel | Anteil |
|---|---|---|
| von einem ähnlichen Lebensmittel übernommen | 148 | 66 % |
| eigene Messung des Instituts | 27 | 12 % |
| aus einer anderen Nährstoffdatenbank | 24 | 11 % |
| umgerechnet über einen anderen Nährstoff | 17 | 8 % |
| Fachliteratur | 5 | 2 % |
| Mittelwert aus mehreren Quellen | 2 | 1 % |
Abgefragt am 01.10.2026 über die Nährstoffsuche auf blsdb.de, je Lebensmittel die Herkunftsangabe des K2-Werts gezählt. Die 808 Einträge mit mehr als 5 µg K2, deren Wert der BLS aus einem Rezept gerechnet hat, sind nicht enthalten.
Bei K1 sieht es ähnlich aus. Von 382 Einträgen mit mehr als 50 µg je 100 g sind 311 aus Rezepten gerechnet. Unter den übrigen 71 geht der Wert nur zweimal auf eine eigene Messung zurück.
Ein Beispiel: Leinöl und Hanföl tragen mit 121 µg genau den Wert von Rapsöl, beide als übernommen gekennzeichnet [1]. Deshalb steht in den Tabellen oben für jede Zeile, woher die Zahl kommt.
- Phyllochinon
Vitamin K1, die Form aus Pflanzen. Es steckt vor allem in grünem Blattgemüse, Kohl und Kräutern und in Pflanzenölen.
- Menachinone
Vitamin K2, eine Gruppe ähnlicher Stoffe mit unterschiedlich langer Seitenkette. Die Zahl in Kürzeln wie MK-4 oder MK-7 beschreibt die Länge dieser Kette. Menachinone kommen in tierischen und gegorenen Lebensmitteln vor.
- Bundeslebensmittelschlüssel (BLS)
Die deutsche Nährstoffdatenbank. Version 4.0 von Dezember 2025 enthält 7.140 Lebensmittel mit 138 Nährstoffen, ist kostenlos zugänglich und nennt für jeden Wert, woher er stammt.
- MRI
Das Max Rubner-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel. Es führt den BLS und misst einen Teil der Werte selbst.
- Nährstoffbezugswert
Die Zahl, auf die sich die Prozentangabe in jeder Nährwerttabelle bezieht. Für Vitamin K sind es 75 µg. Der Wert dient dem Vergleich von Etiketten und ist keine Empfehlung für die Einnahme.
- Vitamin-K-Quelle
Erlaubte Angabe auf dem Etikett, wenn ein Lebensmittel je 100 g mindestens 15 Prozent des Nährstoffbezugswerts enthält, also 11,25 µg. Für „hoher Vitamin-K-Gehalt“ muss es das Doppelte sein.
- Schätzwert
Ein Referenzwert, den die DGE angibt, wenn sich der genaue Bedarf nicht bestimmen lässt. Für Vitamin K stammen die Schätzwerte aus dem Jahr 2000.
- DGE
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Sie gibt an, wie viel von einem Nährstoff ein Mensch am Tag aus allen Quellen zusammen aufnehmen sollte.
- EFSA
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Sie bewertet Nährstoffe für die EU und nennt für Vitamin K1 70 µg am Tag als angemessene Zufuhr.
- BfR
Das Bundesinstitut für Risikobewertung. Es schlägt vor, wie viel von einem Nährstoff höchstens in ein Nahrungsergänzungsmittel gehört.
Häufige Fragen
Welches Gemüse hat am meisten Vitamin K?
Je 100 g roh der Grünkohl mit 1.139 µg, dann Mangold mit 830 µg und Löwenzahn mit 778 µg. Spinat kommt auf 456 µg, Brokkoli und Rosenkohl auf rund 186 µg. So steht es im Bundeslebensmittelschlüssel 4.0. Fast alles davon ist Vitamin K1.
Welcher Käse hat am meisten Vitamin K2?
Im BLS 4.0 der Blauschimmelkäse Danablu mit 72 µg je 100 g, dann Gouda, Edamer und Tilsiter mit 64,5 µg und Camembert mit 42 µg. Emmentaler und Bergkäse liegen bei 18,5 µg, Parmesan bei 10,8 µg. Die Käsewerte stammen aus anderen Nährstoffdatenbanken oder sind von ähnlichen Käsen übernommen.
Hat Obst viel Vitamin K?
Wenig im Vergleich zu grünem Gemüse. Kiwi hat 33 µg je 100 g, Avocado 14,1 µg, Hagebutten 59 µg. Zwei Kiwis mit 90 g bringen rund 30 µg, ein Teller gekochter Brokkoli mit 200 g das Zehnfache. Alle Werte stammen aus dem BLS 4.0.
Haben Eier Vitamin K2?
Ja, vor allem im Eigelb. Der BLS 4.0 nennt für rohes Eigelb 48 µg K2 und 5 µg K1 je 100 g, für das ganze rohe Hühnerei 7 µg K2 und 0,6 µg K1. Das Eigelb liegt damit zwischen Gouda mit 64,5 µg und Camembert mit 42 µg K2.
Wie viel Vitamin K2 hat Natto?
Dafür gibt es in der deutschen Nährstoffdatenbank keinen Wert, weil der Bundeslebensmittelschlüssel 4.0 Natto nicht führt. Wir nennen deshalb keine Zahl. Unter den Lebensmitteln im BLS hat rohes Hähnchenherz mit 108,6 µg je 100 g den höchsten K2-Wert.
Kann man den Vitamin-K-Bedarf mit Essen decken?
Rechnerisch leicht. Schon 50 g gekochter Brokkoli bringen 77 µg und damit mehr als den Etikettwert von 75 µg. Die DGE nennt 60 bis 80 µg am Tag. Das BfR sieht keine Hinweise, dass Menschen in Deutschland zu wenig Vitamin K aufnehmen.
Was die Zahlen für den Teller heißen
Grünes Gemüse bringt Vitamin K1 in großen Mengen, schon eine kleine Portion liegt über dem Etikettwert. K2 kommt in Mengen von einigen Dutzend Mikrogramm aus Käse, Eigelb und Fleisch. Bei Käse macht die Sorte viel aus: Gouda trägt im BLS das Dreieinhalbfache von Emmentaler. Präparate liegen nach dem Vorschlag des BfR bei höchstens 80 µg K1 oder 25 µg K2.
Mikrogramm, Internationale Einheiten, MK-7 und der all-trans-Anteil: was auf dem Etikett eines Präparats mit D3 und K2 steht.
Fünf Zahlen zu Vitamin D, jede mit Quelle: vom Schätzwert der DGE bis zur Obergrenze der EFSA, in Mikrogramm und I.E.
Dieselbe Art Tabelle für Vitamin D: Fisch, Eigelb und Pilze je 100 g aus dem BLS 4.0, neben der Tabelle der DGE.
Dieselbe Art Tabelle für Kalium: 30 Lebensmittel je Portion aus der Rechnung der DGE, mit Tagesbedarf und Etikettregel.
Bei einem Präparat mit Vitamin K steht die Menge je Tagesdosis in der Nährwerttabelle. In der Zutatenliste siehst Du, ob es K1 oder K2 ist.
Quellen
- [1]Max Rubner-Institut: Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0, Dezember 2025, mit den Angaben zur Herkunft jedes Werts. Vitamin K, K1 (Phyllochinon) und K2 (Menachinone) je 100 g, abgefragt am 01.10.2026. (MRI) Quelle öffnen — abgerufen am 01. Oktober 2026
- [2]Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Vitamin K. Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr, Stand der Ableitung 2000. (DGE) Quelle öffnen — abgerufen am 01. Oktober 2026
- [3]EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies: Dietary reference values for vitamin K. EFSA Journal 15 (5), 2017, 4780. (EFSA) Quelle öffnen — abgerufen am 01. Oktober 2026
- [4]Bundesinstitut für Risikobewertung, Portal Mikroco-Wissen: Vitamin K, mit den Höchstmengenvorschlägen für Nahrungsergänzungsmittel. Stand 04.09.2023. (BfR) Quelle öffnen — abgerufen am 01. Oktober 2026
- [5]Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, konsolidierte Fassung, Anhang XIII. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 01. Oktober 2026
- [6]Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel, konsolidierte Fassung, Anhang. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 01. Oktober 2026
- [7]Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel, konsolidierte Fassung, Anhang, Einträge zu Vitamin K. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 01. Oktober 2026
- [8]Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Kalium, Tabelle 1 mit den Portionsgrößen der Beispielrechnungen. Letzte Änderung 10.09.2025. (DGE) Quelle öffnen — abgerufen am 01. Oktober 2026
Autor

Mert Sirin
Mert Sirin hat supnature gegründet und verantwortet Sortiment und Redaktion. Er arbeitet mit den Analysezertifikaten der eigenen Chargen und schreibt im Magazin über Kennzeichnung, Messwerte und Laborprüfung.
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