Zum Inhalt springen
Versandkostenfrei ab 49 €Versand aus DeutschlandJede Charge extern laborgeprüft

Beliebte Suchen

Neu im Magazin

Vorschläge werden geladen …

Grundlagen

Vitamin B12 in Lebensmitteln: Tabelle je 100 g

Leber, Hering und Makrele liefern viel Vitamin B12, Hähnchen und Skyr kaum. Die Tabelle nennt 41 Werte je 100 g und prüft 38 Pflanzendrinks.

22 Min. Lesezeit

Vitamin B12 steckt fast nur in Lebensmitteln von Tieren: in Leber, Fisch, Muscheln, Fleisch, Eiern, Milch und Käse. Je 100 g liefert Hering 10 µg, Lachs 3,9 µg, ein rohes Ei 2,7 µg und Magerquark 0,61 µg. So steht es im Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 4.0), der Nährstoffdatenbank des Max Rubner-Instituts. In Pflanzen findet die Datenbank fast nichts.

Balkendiagramm mit Vitamin B12 je 100 Gramm für zwölf Lebensmittel nach dem Bundeslebensmittelschlüssel 4.0: Hering 10 Mikrogramm, Makrele 8,81, Miesmuschel 8, Rindfleisch 5, Lachs 3,9, Hühnerei 2,7, Emmentaler 2,23, Thunfisch aus der Dose 2,2, H-Milch 0,76, Magerquark 0,61, Hähnchenbrust 0,1 Mikrogramm, Skyr unter der Bestimmungsgrenze.
Zwölf Lebensmittel je 100 g, mit der Herkunft jedes Werts. Rinderleber liegt mit 65 µg außerhalb der Skala.

Kurz gesagt

  • Am meisten Vitamin B12 je 100 g haben Leber (Rind 65 µg), Hering (10 µg), Makrele (8,81 µg) und Miesmuscheln (8 µg). Rechnerisch reichen 40 g Hering für 4 µg.
  • Die DGE schätzt den Bedarf von Erwachsenen auf 4,0 µg am Tag. Auf dem Etikett gelten 2,5 µg als 100 Prozent.
  • Zu 30 g Eiweiß aus Hähnchenbrust gehören 0,14 µg Vitamin B12, zu 30 g aus Hering 17,4 µg. Bei Skyr liegt der Laborwert unter der Bestimmungsgrenze.
  • Pflanzendrinks enthalten B12 nur mit Zusatz. Von 17 Bio-Drinks hatte am 9. Oktober 2026 keiner B12 in der Zutatenliste, von 21 konventionellen 14.
  • Von 1.689 Einträgen im BLS mit mehr als 1 µg je 100 g sind 23 im Labor gemessen. Mit seinen Werten verfehlt einer der drei Beispieltage der DGE sein Ziel deutlich.

Wo ist am meisten Vitamin B12 drin?

In Leber, fettem Seefisch und Muscheln. Rinderleber hat 65 µg je 100 g, Hering 10 µg, Makrele 8,81 µg und Miesmuscheln 8 µg. Rindfleisch, Lachs, Eier und Hartkäse folgen mit 2 bis 5 µg. Milch, Quark und Joghurt liegen unter 1 µg, Hähnchenbrust bei 0,1 µg. Alle Zahlen stammen aus dem BLS 4.0 [3].

Vitamin B12 in 41 Lebensmitteln je 100 g nach dem Bundeslebensmittelschlüssel 4.0, absteigend sortiert, mit der Menge, die rechnerisch 4 µg liefert, und der Herkunft des Werts
LebensmittelVitamin B12 je 100 gMenge für 4 µgHerkunft des Werts
Rinderleber65 µg6 gDatenbank
Schweineleber28,5 µg14 ggemessen
Auster14,6 µg27 gDatenbank
Hering10 µg40 gDatenbank
Makrele8,81 µg45 gLiteratur
Hähnchenleber8,32 µg48 ggemessen
Sardine8,31 µg48 gLiteratur
Miesmuschel8 µg50 gDatenbank
Makrele, geräuchert7,3 µg55 ggemessen
Matjesfilet6,2 µg65 ggemessen
Rindfleisch, Muskelfleisch5 µg80 gDatenbank
Rinderhackfleisch4,3 µg93 gRezept
Thunfisch4,25 µg94 gDatenbank
Lachs3,9 µg103 ggemessen
Camembert, mind. 30 % Fett i. Tr.3,1 µg129 gDatenbank
Hühnerei2,7 µg148 gLiteratur
Bergkäse, mind. 45 % Fett i. Tr.2,7 µg148 gDatenbank
Leberwurst, fein2,61 µg154 ggemessen
Seelachs (Köhler)2,6 µg154 ggemessen
Räucherlachs2,34 µg171 ggemessen
Emmentaler2,23 µg180 ggemessen
Thunfisch aus der Dose, abgetropft2,2 µg182 ggemessen
Schweinefleisch, Muskelfleisch2,04 µg196 gDatenbank
Harzer Käse2 µg200 gDatenbank
Rinderhüfte1,8 µg222 gMittelwert
Gouda, 48 % Fett i. Tr.1,78 µg225 ggemessen
Garnelen1,71 µg234 gDatenbank
Mozzarella, mind. 45 % Fett i. Tr.1,3 µg308 ggemessen
Kabeljau1,16 µg346 gDatenbank
Speisequark, 20 % Fett i. Tr.0,81 µg494 gDatenbank
H-Milch, 1,5 % Fett0,76 µg524 ggemessen
Körniger Frischkäse0,7 µg571 gMittelwert
Magerquark0,61 µg656 ggemessen
Camembert, mind. 45 % Fett i. Tr.0,59 µg678 ggemessen
Putenbrust0,52 µg769 gDatenbank
Feta0,44 µg909 ggemessen
Joghurt, 1,5 % Fett0,4 µg1.000 gDatenbank
Frische Milch, 1,5 % Fett0,34 µg1.190 gLiteratur
Joghurt, 3,5 % Fett0,21 µg1.923 ggemessen
Hähnchenbrust0,1 µg4.000 ggemessen
Skyrunter der Bestimmungsgrenzenicht erreichbargemessen

Abgefragt am 09.10.2026 auf blsdb.de. Fleisch und Fisch roh, wenn nicht anders genannt. Menge für 4 µg: 400 geteilt durch den Gehalt je 100 g, auf ganze Gramm gerundet; 4 µg ist der Schätzwert der DGE für Erwachsene. Bei Milch und Joghurt entsprechen 100 g knapp 100 ml. Herkunft laut BLS: gemessen heißt Laboranalyse des Max Rubner-Instituts, Datenbank heißt aus einer anderen Nährstoffdatenbank, Mittelwert heißt aus mehreren Quellen zusammengefasst, Rezept heißt aus den Zutaten gerechnet.

Die Spalte „Menge für 4 µg“ ist reine Rechnung. Im Alltag kommt Vitamin B12 aus mehreren Portionen zusammen, wie die Beispieltage der DGE weiter unten zeigen. Die Spalte macht aber sichtbar, wie weit die Lebensmittel auseinanderliegen: 6 g Rinderleber stehen 4 kg Hähnchenbrust gegenüber.

Fleisch und Fisch stehen roh in der Tabelle. Was beim Garen passiert, steht weiter unten. Fettreicher Seefisch liefert auch am meisten EPA und DHA, die Zahlen dazu stehen im Beitrag Omega-3 in Lebensmitteln.

Wie viel Vitamin B12 am Tag?

Die DGE nennt für Erwachsene einen Schätzwert von 4,0 µg am Tag, für Schwangere 4,5 µg und für Stillende 5,5 µg [1]. Schätzwert heißt: Den genauen Bedarf kann man laut DGE nicht bestimmen, die Zahl ist eine begründete Annahme. Bis 2018 galt eine empfohlene Zufuhr von 3,0 µg. Auf dem Etikett stehen 2,5 µg für 100 Prozent [5].

Gemessen wurden in Deutschland im Mittel 3,8 µg bei Frauen und 5,3 µg bei Männern, so die Nationale Verzehrsstudie II [1]. Frauen liegen damit knapp unter dem Schätzwert, Männer darüber.

Fünf amtliche Zahlen zu Vitamin B12 je Tag: Schätzwert der DGE, angemessene Zufuhr der EFSA, Nährstoffbezugswert auf dem Etikett, Höchstmenge des BfR für Nahrungsergänzungsmittel und Obergrenze, jeweils mit Absender und Geltungsbereich
Zahl und AbsenderWofür sie gilt
4,0 µg, DGE, Schätzwert seit 2018Zufuhr aus allen Quellen am Tag für Erwachsene; 4,5 µg für Schwangere, 5,5 µg für Stillende
4 µg, EFSA, angemessene Zufuhr 2015Referenzwert der EU-Behörde für Erwachsene; 4,5 µg in der Schwangerschaft, 5 µg in der Stillzeit
2,5 µg, Etikett, Nährstoffbezugswert nach LMIVBezugsgröße für die Prozentangabe in jeder Nährwerttabelle, keine Empfehlung
25 µg, BfR, Vorschlag von 2021Höchstmenge je Tagesdosis eines Nahrungsergänzungsmittels, zusätzlich zum Essen
keine, EFSAEine tolerierbare Gesamtzufuhr ist für Vitamin B12 nicht festgelegt

DGE und EFSA meinen die Zufuhr aus allen Quellen zusammen. Der Etikettwert ist eine Rechengröße. Die BfR-Zahl gilt nur für das Präparat und kommt zum Essen dazu.

Wie viel aus einer Mahlzeit ankommt

Vitamin B12 braucht für die Aufnahme einen Eiweißstoff aus dem Magen, den Intrinsic Factor [1]. Dieser Weg ist laut EFSA bei etwa 1,5 bis 2 µg je Mahlzeit ausgelastet. Danach nimmt der Körper über einen zweiten Weg nur noch 1 bis 2 Prozent der Menge auf [2]. Für das ganze Essen rechnet die EFSA vorsichtig mit 40 Prozent.

Für die Tabelle oben heißt das: Von einer sehr reichen Portion kommt anteilig weniger an, als ihre Zahl verspricht. Mehrere kleinere Portionen über den Tag nutzen den Weg öfter als eine große.

Wie erreicht man 4 µg Vitamin B12 am Tag?

Mit drei bis vier tierischen Portionen. Die DGE rechnet es an drei Beispieltagen vor: Ein kleines Glas Milch, ein Becher Joghurt, ein gekochtes Ei und zwei Portionen Camembert ergeben 4,2 µg. Mit 100 g magerem Rindfleisch, Frischkäse und Gouda kommt sie auf 5,46 µg, mit Quark, 70 g Lachs und Mozzarella auf 5,59 µg [1].

Wir haben jede Zeile mit dem BLS 4.0 nachgerechnet [3]. Der erste Tag passt fast genau. Beim dritten entscheidet die Zubereitung des Lachses. Der zweite Tag fällt wegen einer einzigen Zahl auseinander.

Die drei Beispieltage der DGE für Vitamin B12, je Lebensmittel mit dem Wert der DGE und dem Wert, der sich aus dem Bundeslebensmittelschlüssel 4.0 ergibt, mit Herkunft und Tagessummen
TagLebensmittel und Portionlaut DGEmit BLS 4.0Herkunft im BLS
1Milch, 1,5 % Fett, 150 g0,6 µg0,5 µgLiteratur
1Joghurt, 1,5 % Fett, 150 g0,6 µg0,6 µgDatenbank
1Ei, gekocht, 60 g1,14 µg1,2 µgLiteratur
1Camembert, 30 % Fett i. Tr., 60 g1,86 µg1,86 µgDatenbank
2Rindfleisch, mager, gekocht, 100 g4,5 µg1,27 bis 3,26 µgRezept
2Frischkäse, 50 % Fett i. Tr., 60 g0,3 µg0,29 µggemessen
2Gouda, 30 % Fett i. Tr., 30 g0,66 µg0,66 µgDatenbank
3Quark, 20 % Fett i. Tr., 90 g0,72 µg0,73 µgDatenbank
3Lachs, gegart, 70 g2,87 µg2,52 bis 3,64 µgRezept
3Mozzarella, 20 % Fett i. Tr., 100 g2,0 µg1,5 µgumgerechnet
Summe Tag 1Ziel 4,0 µg4,2 µg4,16 µg
Summe Tag 2Ziel 5,5 µg5,46 µg2,22 bis 4,21 µg
Summe Tag 3Ziel 5,5 µg5,59 µg4,75 bis 5,87 µg

DGE-Werte aus Tabelle 1 ihrer Fragen und Antworten zu Vitamin B12, letzte Änderung 10.09.2025. Ziel am ersten Tag 4,0 µg, an den beiden anderen 5,5 µg, der Wert für Stillende. BLS-Werte abgefragt am 09.10.2026: Milch frisch und pasteurisiert; für gekochtes Rindfleisch die Spanne von Keule (1,27 µg je 100 g) bis Oberschale (3,26 µg), für gegarten Lachs von gedünstet (3,6 µg) bis pochiert (5,2 µg). Mit gemessener H-Milch wären es am ersten Tag 1,15 µg statt 0,5 µg für das Glas.

Die DGE setzt für 100 g gekochtes mageres Rindfleisch 4,5 µg an. Im BLS 4.0 haben gekochte Rinderstücke 1,27 µg (Keule) bis 3,26 µg (Oberschale), der allgemeine Eintrag „Rindfleisch gekocht“ 1,4 µg [3]. Damit erreicht der zweite Tag 2,2 bis 4,2 µg statt 5,46 µg. Auch eine Arbeitsgruppe in Warschau maß in Rindfleisch nur 0,7 bis 1,5 µg je 100 g, je nach Muskel [14].

Es fehlen 1,3 bis 3,3 µg, das sind ein bis zwei weitere Portionen wie ein Ei oder ein Glas H-Milch. Die Summen der DGE selbst stimmen, wir haben alle drei nachgerechnet. Die Abweichung liegt in den Daten, mit denen gerechnet wurde.

Welche Eiweißquellen bringen am meisten Vitamin B12 mit?

Fisch, Rindfleisch, Eier und Milch. Zu 30 g Eiweiß aus Hering gehören 17,4 µg Vitamin B12, aus Eiern 6,1 µg, aus Rindfleisch je nach Stück 2,4 bis 6,8 µg. Hähnchenbrust bringt mit derselben Menge Eiweiß 0,14 µg mit, Putenbrust 0,65 µg und Magerquark 1,5 µg. Bei Skyr und Tofu fand das Labor kein messbares B12 [3].

Vitamin B12 je 30 g Eiweiß für 18 eiweißreiche Lebensmittel, gerechnet aus Vitamin B12 und Eiweiß je 100 g nach dem Bundeslebensmittelschlüssel 4.0, mit der Herkunft des B12-Werts
LebensmittelB12 je 30 g EiweißB12 je 100 gEiweiß je 100 gHerkunft des B12-Werts
Hering17,4 µg10 µg17,2 gDatenbank
Makrele14,2 µg8,81 µg18,6 gLiteratur
H-Milch, 1,5 % Fett7,3 µg0,76 µg3,2 ggemessen
Rindfleisch, Muskelfleisch6,8 µg5 µg22 gDatenbank
Hühnerei6,1 µg2,7 µg13,2 gLiteratur
Lachs5,9 µg3,9 µg19,9 ggemessen
Thunfisch aus der Dose2,9 µg2,2 µg22,9 ggemessen
Rinderhüfte2,4 µg1,8 µg22,1 gMittelwert
Emmentaler2,4 µg2,23 µg27,5 ggemessen
Harzer Käse2,0 µg2 µg30,0 gDatenbank
Kabeljau1,9 µg1,16 µg17,8 gDatenbank
Körniger Frischkäse1,8 µg0,7 µg11,8 gMittelwert
Magerquark1,5 µg0,61 µg11,9 ggemessen
Putenbrust0,65 µg0,52 µg24,1 gDatenbank
Hähnchenbrust0,14 µg0,1 µg21,8 ggemessen
Skyrnicht messbarunter der Bestimmungsgrenze10,4 ggemessen
Tofunicht messbarunter der Nachweisgrenze15,5 ggemessen
Seitan0 µg0 µg28,4 gDatenbank

Abgefragt am 09.10.2026 auf blsdb.de, Fleisch und Fisch roh. Rechenweg: Vitamin B12 je 100 g geteilt durch Eiweiß je 100 g, mal 30. Für 30 g Eiweiß aus H-Milch braucht es knapp einen Liter.

Hähnchen, Pute, Skyr und Tofu sind beliebte Eiweißquellen, und alle vier bringen kaum Vitamin B12 mit. Wer seine 30 g Eiweiß aus Hähnchenbrust holt, bekommt rechnerisch 0,14 µg dazu. Aus Rinderhackfleisch wären es 6,8 µg. Wie viel Eiweiß die DGE am Tag nennt, steht im Beitrag Wie viel Protein am Tag?.

Milch fällt auf. Sie hat wenig Eiweiß, aber gemessene 0,76 µg B12 je 100 g, und je Gramm Eiweiß ist das mehr als bei Rindfleisch. Bei Zink zeigt sich dasselbe Muster mit Hähnchen und Quark am unteren Ende, die Zahlen stehen im Beitrag Zink in Lebensmitteln.

Haben pflanzliche Lebensmittel Vitamin B12?

Ohne Zusatz kaum. Im BLS liegen Tofu, Sojadrink, Reisdrink und veganer Aufschnitt unter der Nachweisgrenze, Hafer- und Mandeldrink stehen mit 0 µg darin. Die Ausnahme ist geröstetes Nori mit 62,5 µg je 100 g, im Labor gemessen. Bei Algen ist laut DGE aber oft unklar, welche Form drinsteckt und ob der Körper sie nutzen kann [1][3].

Vitamin B12 in pflanzlichen Lebensmitteln und Fleischersatz je 100 g nach dem Bundeslebensmittelschlüssel 4.0, mit und ohne Zusatz von Vitaminen, mit der Herkunft des Werts
LebensmittelVitamin B12 je 100 gHerkunft des Werts
Nori-Blatt, geröstet62,5 µggemessen
Käsealternative, mit B12 und Calcium angereichert1,83 µgEtikett
Kakaopulver, schwach entölt1,2 µggemessen
Haferdrink, mit Vitaminen angereichert0,85 µgEtikett
Soja-, Mandel- oder Reisdrink, mit Vitaminen angereichert0,38 µgEtikett
Sauerkraut, roh0,26 µgübernommen
Fleischersatz aus Gluten, Milch und Soja0,2 µgRezept
Backhefe, getrocknet0,07 µgDatenbank
Sauerkraut aus der Doseunter der Bestimmungsgrenzegemessen
Veganes Schnitzelunter der Bestimmungsgrenzegemessen
Tofuunter der Nachweisgrenzegemessen
Sojadrink, ohne Zusatzunter der Nachweisgrenzegemessen
Reisdrink, ohne Zusatzunter der Nachweisgrenzegemessen
Veganer Aufschnittunter der Nachweisgrenzegemessen
Haferdrink oder Mandeldrink, ohne Zusatz0 µglogisch null
Seitan0 µgDatenbank
Käsealternative, ohne Zusatz0 µgRezept

Abgefragt am 09.10.2026 auf blsdb.de. Etikett heißt: Der Wert stammt von den Packungen entsprechender Produkte. Logisch null heißt: Der BLS nimmt an, dass der Stoff in diesem Lebensmittel nicht vorkommt. Für Shiitake und Miso nennt der BLS keinen Wert; Tempeh, Spirulina, Chlorella und Hefeflocken führt er nicht.

Das geröstete Nori-Blatt trägt den höchsten Wert, den das Max Rubner-Institut im ganzen BLS selbst gemessen hat. Welche Form von B12 dabei erfasst wurde, steht nicht in der Datenbank.

Bei Algen ist das die entscheidende Frage. Sie können neben echtem Vitamin B12 sehr ähnlich gebaute Stoffe enthalten, sogenannte Analoga. Diese zählen nicht als Vitamin und können laut DGE die Aufnahme des echten B12 sogar behindern [1].

Bei Spirulina-Tabletten ist das gemessen. Ein Test mit Bakterien zeigte dort sechs- bis neunmal mehr B12 an als ein Test mit dem Intrinsic Factor. Von den Stoffen, die an den Intrinsic Factor banden, waren 83 Prozent Pseudovitamin B12, ein Analogon [9].

Bei Nori sind sich die Labore nicht einig. Eine Analyse fand in getrocknetem Nori zu 65 Prozent Analoga, in rohem zu 73 Prozent echtes B12 [10]. Eine andere Arbeitsgruppe hält getrocknetes Nori für die beste pflanzliche Quelle [11]. Die DGE schreibt, bei Algen seien Form und Nutzbarkeit häufig nicht klar [1].

Eine sicher ausreichende Zufuhr nur aus pflanzlichen Lebensmitteln ist laut DGE nach heutigem Wissen nicht möglich. Menschen, die sich vegan ernähren, empfiehlt sie, dauerhaft ein Vitamin-B12-Präparat zu nehmen [1]. In ihrer Position zur veganen Ernährung von 2024 formuliert sie es als Pflicht: Wer sich vegan ernährt, muss Vitamin B12 ergänzen [15].

Welche Pflanzendrinks enthalten Vitamin B12?

Nur solche mit Zusatz, und das sind fast nur konventionelle. Am 9. Oktober 2026 haben wir die Zutatenlisten von 38 Pflanzendrinks im Onlineshop von Combi gelesen. Bei 14 von 21 konventionellen stand Vitamin B12 drin, bei keinem der 17 Bio-Drinks. Wo B12 zugesetzt ist, nennt der BLS meist 0,38 µg je 100 ml [3].

Vier Kacheln zu Vitamin B12 in Pflanzendrinks: 0 von 17 Bio-Drinks mit Vitamin B12 in der Zutatenliste, 14 von 21 konventionellen Drinks mit B12, 0,38 Mikrogramm je 100 Milliliter in Soja-, Mandel- und Reisdrink mit Vitaminen laut Bundeslebensmittelschlüssel, 0 Mikrogramm in Hafer- und Mandeldrink ohne Zusatz.
Zutatenlisten von 38 Drinks, gelesen am 9. Oktober 2026. Die Mengen je 100 ml stammen aus dem BLS 4.0.
Pflanzendrinks mit und ohne Vitamin B12 in der Zutatenliste, nach Marke, gelesen am 9. Oktober 2026 im Onlineshop von Combi
Markegeprüfte Drinksmit Vitamin B12
Alpro129
Oatly, ohne Bio-Siegel33
Vly22
Natrue40
Bio: Alnatura, Berief, Jeden Tag, Oatly170
Zusammen3814

Gleiche Rezeptur in verschiedenen Packungsgrößen haben wir einmal gezählt. Ohne B12 bei Alpro: Barista Haferdrink (Vitamine B2 und D2), Haferdrink ohne Zucker (B2, B9, D2) und Barista Kokosnussdrink (nur Calcium). Mengen je 100 ml zeigt der Shop nicht.

Dass kein Bio-Drink B12 enthält, hat einen rechtlichen Grund. Die EU-Öko-Verordnung erlaubt Vitamine in verarbeiteten Bio-Lebensmitteln nur, wenn ihr Zusatz gesetzlich vorgeschrieben ist oder das Lebensmittel für bestimmte Gruppen gedacht ist, etwa Säuglingsnahrung [8]. Für Pflanzendrinks gilt beides nicht.

Auch „angereichert mit Vitaminen“ auf der Packung heißt nicht automatisch B12. Zwei Haferdrinks von Alpro tragen den Satz und enthalten B2 und D2, einer zusätzlich Folsäure, aber kein B12. Sicher ist nur die Zutatenliste: Dort steht B12 in der Klammer hinter „Vitamine“.

Ein Glas mit 200 ml bringt bei 0,38 µg je 100 ml 0,76 µg Vitamin B12. Das ist etwas mehr als ein Glas frische Milch mit 0,67 µg. In denselben Drinks steckt meist auch Vitamin D. Wie viel davon Lebensmittel liefern, steht im Beitrag Vitamin D in Lebensmitteln. Dazu kommt oft Calcium, meist 120 mg je 100 ml. Welche Drinks es enthalten, steht in Calcium in Lebensmitteln.

Wann darf ein Lebensmittel Vitamin-B12-Quelle heißen?

Wenn es je 100 g mindestens 15 Prozent des Nährstoffbezugswerts von 2,5 µg enthält, also 0,375 µg [5][6]. „Hoher Vitamin-B12-Gehalt“ verlangt das Doppelte, 0,75 µg. Bei Getränken gilt jeweils die Hälfte je 100 ml. Ein Pflanzendrink mit 0,38 µg je 100 ml liegt damit gerade über der Schwelle für den hohen Gehalt.

Die zwei erlaubten nährwertbezogenen Angaben zu Vitamin B12 nach Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 mit Schwelle je 100 g und je 100 ml und Beispielen aus den Tabellen oben
Angabe auf dem EtikettSchwelle je 100 g, bei Getränken je 100 mlBeispiele aus den Tabellen
„Vitamin-B12-Quelle“0,375 µg, Getränke 0,19 µgKörniger Frischkäse 0,7 µg, Magerquark 0,61 µg, Camembert mit 45 % Fett i. Tr. 0,59 µg, Putenbrust 0,52 µg, Feta 0,44 µg, Joghurt mit 1,5 % Fett 0,4 µg
„Hoher Vitamin-B12-Gehalt“0,75 µg, Getränke 0,375 µgalle Fische der ersten Tabelle, Emmentaler, Bergkäse, Gouda, Mozzarella, Speisequark mit 20 % Fett i. Tr. 0,81 µg; Pflanzendrinks mit 0,38 µg je 100 ml
keine der beidenunter 0,375 µgJoghurt mit 3,5 % Fett 0,21 µg, Hähnchenbrust 0,1 µg, Tofu

Rechenweg: 15 Prozent des Nährstoffbezugswerts von 2,5 µg für die Quelle, 30 Prozent für den hohen Gehalt; bei Getränken jeweils die Hälfte je 100 ml. Die Angabe bezieht sich auf das Lebensmittel, wie es verkauft wird. Frisches Fleisch und frischer Fisch tragen selten ein Etikett.

Im EU-Register der zugelassenen Angaben stehen zu Vitamin B12 acht Sätze über seine Rolle im Körper. Alle dürfen nur auf einem Lebensmittel stehen, das die Schwelle für „Vitamin-B12-Quelle“ erreicht [7]. Wie die Sätze lauten, gehört zu dem Produkt, das diese Schwelle in seiner Nährwerttabelle nachweist.

Wie verlässlich sind die Vitamin-B12-Werte?

So verlässlich wie ihre Herkunft. Von den 1.689 Lebensmitteln im BLS 4.0 mit mehr als 1 µg je 100 g hat das Max Rubner-Institut 23 selbst gemessen. 1.330 Werte sind aus Rezepten gerechnet, 151 kommen aus anderen Nährstoffdatenbanken, 115 sind von ähnlichen Lebensmitteln übernommen [3].

Herkunft der Vitamin-B12-Werte im Bundeslebensmittelschlüssel 4.0 für alle 1.689 Lebensmittel mit mehr als 1 µg je 100 g, eigene Auswertung
Herkunft des B12-WertsLebensmittelAnteil
aus einem Rezept gerechnet1.33078,7 %
aus einer anderen Nährstoffdatenbank1518,9 %
von einem ähnlichen Lebensmittel übernommen1156,8 %
Mittelwert aus mehreren Quellen251,5 %
eigene Messung des Instituts231,4 %
Fachliteratur211,2 %
über einen anderen Wert umgerechnet171,0 %
von Packungen übernommen70,4 %

Abgefragt am 09.10.2026 über die Nährstoffsuche auf blsdb.de, je Lebensmittel die Herkunftsangabe des B12-Werts gezählt. Anteile gerundet.

Den höchsten gemessenen Wert hat das geröstete Nori-Blatt mit 62,5 µg, dahinter folgen Schweineleber mit 28,5 µg und Hähnchenleber mit 8,32 µg. Unter den 23 Messungen sind zwei Pflanzen: Nori und schwach entöltes Kakaopulver mit 1,2 µg.

Wie weit Werte auseinanderliegen können, zeigt Camembert. Für die Sorte mit 30 % Fett i. Tr., mit der die DGE rechnet, stehen 3,1 µg aus einer anderen Datenbank im BLS. Camembert mit 45 % Fett i. Tr. hat das Institut gemessen: 0,59 µg. Bei Schweinefleisch liegen Muskelfleisch mit 2,04 µg und Schnitzel aus der Nuss mit 0,23 µg ähnlich weit auseinander.

Bei Milch geht es in die andere Richtung. Gemessene H-Milch mit 1,5 % Fett hat 0,76 µg, frische Milch aus der Literatur 0,34 µg. Daraus folgt nicht, dass Erhitzen B12 vermehrt: Die Zahlen stammen aus verschiedenen Quellen. Deshalb steht in jeder Tabelle hier, woher der Wert kommt.

Geht Vitamin B12 beim Kochen verloren?

Ein Teil, je nach Hitze und Dauer. In der Mikrowelle verloren Rindfleisch, Schweinefleisch und Milch in einer Messung 30 bis 40 Prozent [12]. In der Pfanne gebratenes Rindfleisch hatte etwa ein Drittel weniger als rohes, im Ofen gebratenes und gegrilltes kaum weniger [14]. Bei Fisch waren es je nach Zubereitung bis zu 62 Prozent, im Vakuumbeutel gegart nichts [13].

Die gegarten Werte in der Tabelle unten sind bis auf das Ei gerechnet. Das Institut geht vom rohen Lebensmittel aus und berücksichtigt, wie sich Gewicht und Nährstoffe beim Garen ändern [3]. Je 100 g kann der Wert dabei sogar steigen: Verdampft Wasser, liegt mehr Vitamin in jedem Gramm.

Vitamin B12 in sieben Lebensmitteln je 100 g, roh und gegart, nach dem Bundeslebensmittelschlüssel 4.0, mit der Herkunft des gegarten Werts
Lebensmittelroh je 100 ggegart je 100 gZubereitungHerkunft gegart
Rinderleber65 µg61 µggebratenRezept
Lachs3,9 µg3,6 µggedünstetRezept
Lachs3,9 µg5,2 µgpochiertRezept
Hühnerei2,7 µg2,0 µggekochtLiteratur
Rinderhüfte1,8 µg2,0 µggekochtRezept
Kabeljau1,16 µg1,34 µgpochiertRezept
Hähnchenbrust0,1 µg0,09 µggebratenRezept

Abgefragt am 09.10.2026 auf blsdb.de. Die gegarten Werte sind bis auf das Ei Rezeptberechnungen aus dem rohen Lebensmittel, keine eigenen Messungen. Beide Werte für das Ei stammen aus der Literatur.

Vitamin B12

Ein wasserlösliches Vitamin mit einem Kobalt-Atom in der Mitte, deshalb auch Cobalamin genannt. Herstellen können es nur Mikroorganismen. Über die Nahrungskette gelangt es in Tiere und in tierische Lebensmittel.

Analoga

Stoffe, die Vitamin B12 sehr ähnlich gebaut sind, aber nicht als Vitamin zählen. Sie kommen zum Beispiel in Algen und vergorenen Lebensmitteln vor. Pseudovitamin B12 aus Spirulina ist eins davon.

Intrinsic Factor

Ein Eiweißstoff, den der Magen bildet. Vitamin B12 aus der Nahrung bindet daran und wird so im Darm aufgenommen.

Schätzwert

Ein Referenzwert der DGE für Nährstoffe, deren Bedarf sich nicht genau bestimmen lässt. Für Vitamin B12 nennt die DGE seit 2018 Schätzwerte statt einer empfohlenen Zufuhr.

Nährstoffbezugswert

Die Zahl, auf die sich die Prozentangabe in jeder Nährwerttabelle bezieht. Für Vitamin B12 sind es 2,5 µg. Der Wert dient dem Vergleich von Etiketten und ist keine Empfehlung für die Einnahme.

Vitamin-B12-Quelle

Erlaubte Angabe auf dem Etikett, wenn ein Lebensmittel je 100 g mindestens 15 Prozent des Nährstoffbezugswerts enthält, also 0,375 µg. Für „hoher Vitamin-B12-Gehalt“ muss es das Doppelte sein.

Bestimmungsgrenze

Die kleinste Menge, die ein Labor noch mit einer Zahl angeben kann. Liegt ein Wert darunter, ist der Stoff womöglich vorhanden, aber nicht genau bezifferbar.

Nachweisgrenze

Die kleinste Menge, die ein Labor überhaupt erkennen kann. Liegt ein Wert darunter, wurde der Stoff nicht gefunden.

Bundeslebensmittelschlüssel

Die Nährstoffdatenbank des Max Rubner-Instituts, kurz BLS, seit Version 4.0 frei im Netz. Sie nennt für jeden Wert, woher er stammt: gemessen, aus einer anderen Datenbank, aus der Literatur, übernommen oder aus einem Rezept berechnet.

NVS II

Die Nationale Verzehrsstudie II, eine große Befragung zum Essen in Deutschland. Aus ihr stammen die gemessenen 3,8 µg Vitamin B12 bei Frauen und 5,3 µg bei Männern am Tag.

DGE

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Sie gibt an, wie viel von einem Nährstoff ein Mensch am Tag aus allen Quellen zusammen aufnehmen sollte.

EFSA

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Sie bewertet Nährstoffe für die EU und hat 2015 Referenzwerte für Vitamin B12 abgeleitet.

BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung. Es schlägt vor, wie viel von einem Nährstoff höchstens in ein Nahrungsergänzungsmittel gehört. Für Vitamin B12 sind das 25 µg je Tagesdosis.

Häufige Fragen

Welches Lebensmittel hat am meisten Vitamin B12?

Leber. Rinderleber hat 65 µg je 100 g, Schweineleber 28,5 µg, so steht es im Bundeslebensmittelschlüssel 4.0. Bei Fisch und Meeresfrüchten liegen Austern mit 14,6 µg, Hering mit 10 µg und Makrele mit 8,81 µg vorn. Rechnerisch liefern 40 g Hering die 4 µg, die die DGE für Erwachsene schätzt.

Wie viel Vitamin B12 hat ein Ei?

Ein gekochtes Ei mit 60 g bringt laut DGE 1,14 µg Vitamin B12. Der Bundeslebensmittelschlüssel nennt 2,7 µg je 100 g für das rohe Ei und 2,0 µg für das gekochte, beide Werte aus der Literatur. Fast alles davon steckt im Eigelb: 8,21 µg je 100 g, im Eiklar sind es 0,33 µg.

Hat Milch viel Vitamin B12?

Je 100 g wenig, aber Milch trinkt man glasweise. Gemessene H-Milch mit 1,5 % Fett hat 0,76 µg je 100 g, ein Glas mit 200 ml also rund 1,5 µg. Für frische Milch nennt der Bundeslebensmittelschlüssel 0,34 µg aus der Literatur. Die DGE rechnet für ein kleines Glas mit 150 g mit 0,6 µg.

Welcher Käse hat am meisten Vitamin B12?

Im Bundeslebensmittelschlüssel Camembert mit 30 % Fett i. Tr. mit 3,1 µg je 100 g, dann Bergkäse mit 2,7 µg und Emmentaler mit 2,23 µg. Selbst gemessen hat das Max Rubner-Institut davon nur den Emmentaler. Camembert mit 45 % Fett i. Tr. kam in seiner Messung auf 0,59 µg, Feta auf 0,44 µg.

Hat Skyr Vitamin B12?

Kaum. Im Bundeslebensmittelschlüssel liegt der Laborwert für Skyr unter der Bestimmungsgrenze, also so niedrig, dass er sich nicht genau beziffern ließ. Magerquark hat gemessene 0,61 µg je 100 g, körniger Frischkäse 0,7 µg. Für 4 µg Vitamin B12 bräuchte man rechnerisch 656 g Magerquark.

Welcher Fisch hat am meisten Vitamin B12?

Hering mit 10 µg je 100 g, dann Makrele mit 8,81 µg und Sardine mit 8,31 µg, alle roh nach dem Bundeslebensmittelschlüssel 4.0. Matjes kommt auf 6,2 µg, Thunfisch auf 4,25 µg, Lachs auf 3,9 µg. Magere Fische liegen darunter: Seelachs hat 2,6 µg, Kabeljau 1,16 µg.

Haben Haferdrinks Vitamin B12?

Nur, wenn es zugesetzt ist. Ohne Zusatz steht Haferdrink im Bundeslebensmittelschlüssel mit 0 µg, mit Vitaminen angereichert mit 0,85 µg je 100 ml. Am 9. Oktober 2026 hatte keiner von 17 Bio-Drinks im Onlineshop von Combi Vitamin B12 in der Zutatenliste, von 21 konventionellen hatten es 14.

Hat Nori Vitamin B12?

Der Bundeslebensmittelschlüssel führt ein geröstetes Nori-Blatt mit 62,5 µg je 100 g, im Labor gemessen. Welche Form das ist, bleibt offen: Eine Analyse fand in getrocknetem Nori zu 65 Prozent B12-ähnliche Stoffe, die nicht als Vitamin zählen. Die DGE schreibt, bei Algen seien Form und Nutzbarkeit für den Menschen häufig nicht klar.

Geht Vitamin B12 beim Kochen verloren?

Ein Teil. In einer Messung verloren Rindfleisch, Schweinefleisch und Milch in der Mikrowelle 30 bis 40 Prozent. In der Pfanne gebratenes Rindfleisch hatte etwa ein Drittel weniger als rohes, bei Fisch waren es je nach Zubereitung bis zu 62 Prozent. Im Vakuumbeutel gegarter Fisch verlor in derselben Studie nichts.

Kann man über Lebensmittel zu viel Vitamin B12 aufnehmen?

Nach heutigem Wissen nicht. Laut DGE schadet eine hohe Zufuhr von Vitamin B12, das natürlich in Lebensmitteln vorkommt, nicht. Eine Obergrenze für die Zufuhr aus allen Quellen hat die EFSA nicht festgelegt. Für Nahrungsergänzungsmittel schlägt das BfR höchstens 25 µg je Tagesdosis vor.

Was die Tabellen für den Einkauf heißen

Vitamin B12 kommt aus wenigen Lebensmitteln: Fisch, Fleisch, Leber, Eier, Milch und Käse. Schon 40 g Hering oder gut 100 g Lachs liefern rechnerisch 4 µg. Wer sein Eiweiß aus Hähnchen, Pute, Skyr oder Tofu bezieht, bekommt kaum B12 mit. Pflanzendrinks zählen nur, wenn B12 in der Zutatenliste steht, und bei Bio-Drinks steht es dort nicht.

Dieselbe Frage für Zink: 38 Werte je Portion aus der DGE-Rechnung, dazu Zink je 10 g Eiweiß.

Zink in Lebensmitteln: Tabelle je Portion

Welche Lebensmittel je Portion am meisten Eiweiß liefern, von Käse und Quark bis zu Fleisch und Hülsenfrüchten.

Proteinreiche Lebensmittel: Gehalt je Portion

Bei einem Präparat steht Vitamin B12 je Tagesdosis in der Nährwerttabelle, mit Prozent des Nährstoffbezugswerts daneben. Damit vergleichst Du zwei Produkte.

Zu den Produkten

Quellen

  1. [1]Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin B12, mit Tabelle 1: drei Beispielrechnungen für eine Zufuhr in Höhe des Referenzwerts. Letzte Änderung 10.09.2025. (DGE) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  2. [2]EFSA Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies: Scientific Opinion on Dietary Reference Values for cobalamin (vitamin B12). EFSA Journal 13 (7), 2015, 4150. (EFSA) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  3. [3]Max Rubner-Institut: Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0, Dezember 2025, mit den Angaben zur Herkunft jedes Werts. Vitamin B12 und Eiweiß je 100 g, abgefragt am 09.10.2026. (MRI) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  4. [4]Bundesinstitut für Risikobewertung: Höchstmengen für Vitamin B12 in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln. Teil der Höchstmengenvorschläge vom 15.03.2021, in der Stellungnahme Nr. 006/2024 unverändert. (BfR) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  5. [5]Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, konsolidierte Fassung vom 01.04.2025, Anhang XIII. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  6. [6]Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel, konsolidierte Fassung, Anhang. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  7. [7]Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel, konsolidierte Fassung, Anhang, Einträge zu Vitamin B12. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  8. [8]Verordnung (EU) 2018/848 über die ökologische/biologische Produktion und die Kennzeichnung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen, konsolidierte Fassung vom 25.03.2025, Anhang II Teil IV Nummer 2.2.2 Buchstabe f. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  9. [9]Watanabe F. et al.: Pseudovitamin B12 is the predominant cobamide of an algal health food, spirulina tablets. Journal of Agricultural and Food Chemistry 47 (11), 1999, 4736–4741. (DOI) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  10. [10]Yamada K. et al.: Bioavailability of dried asakusanori (Porphyra tenera) as a source of cobalamin (vitamin B12). International Journal for Vitamin and Nutrition Research 69 (6), 1999, 412–418. (DOI) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  11. [11]Watanabe F., Yabuta Y., Bito T., Teng F.: Vitamin B12-containing plant food sources for vegetarians. Nutrients 6 (5), 2014, 1861–1873. (DOI) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  12. [12]Watanabe F. et al.: Effects of microwave heating on the loss of vitamin B12 in foods. Journal of Agricultural and Food Chemistry 46 (1), 1998, 206–210. (DOI) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  13. [13]Nishioka M. et al.: Loss of vitamin B12 in fish (round herring) meats during various cooking treatments. Journal of Nutritional Science and Vitaminology 57 (6), 2011, 432–436. (DOI) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  14. [14]Czerwonka M., Szterk A., Waszkiewicz-Robak B.: Vitamin B12 content in raw and cooked beef. Meat Science 96 (3), 2014, 1371–1375. (DOI) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026
  15. [15]Klug A. et al. für die Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Neubewertung der DGE-Position zu veganer Ernährung. Ernährungs Umschau 71 (7), 2024, 60–84. (DOI) Quelle öffnen — abgerufen am 09. Oktober 2026

Autor

Mert Sirin, Gründer von supnature, im Porträt vor grünem Blattwerk.

Mert Sirin

Mert Sirin hat supnature gegründet und verantwortet Sortiment und Redaktion. Er arbeitet mit den Analysezertifikaten der eigenen Chargen und schreibt im Magazin über Kennzeichnung, Messwerte und Laborprüfung.

Mehr über Mert Sirin

Neues von supnature

Neue Produkte, Verfügbarkeiten und neue Wissensbeiträge. Kein Marketing-Rauschen.

Anmeldung mit Double-Opt-in: Du bestätigst Deine Adresse per Mail. Abmeldung jederzeit möglich. Hinweise in der Datenschutzerklärung.

Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information zu Zusammensetzung, Kennzeichnung und Laborprüfung von Nahrungsergänzungsmitteln. Er ersetzt keine individuelle Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Warenkorb

Dein Warenkorb ist noch leer.

Zu den Produkten