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Welches Magnesium ist das beste? Der Vergleich

Citrat, Bisglycinat oder Oxid: Die Verbindung entscheidet, wie viel Magnesium im Gramm steckt, wie es sich löst und was Studien zur Aufnahme messen.

12 Min. LesezeitZuletzt aktualisiert am

Magnesium kommt in Nahrungsergänzungsmitteln immer als Verbindung vor: als Oxid, als Citrat oder als Bisglycinat. Der Bindungspartner legt fest, wie viel elementares Magnesium in einem Gramm Pulver steckt, wie gut sich die Verbindung in Wasser löst und was in Studien zur Aufnahme gemessen wurde. Ein bestes Magnesium für alle gibt es nicht. Drei Formen, drei Profile, und die Frage entscheidet, welche passt.

Drei Laborbecher mit Wasser in einer Reihe auf einer hellen Steinplatte: Der linke ist trüb mit weißem Bodensatz, die beiden anderen sind klar. Vor jedem Becher liegt ein kleines Häufchen weißes Pulver, links fein, in der Mitte grob kristallin, rechts körnig, davor ein Laborspatel aus Stahl; im Hintergrund ein helles Fenster und unscharfe grüne Blätter.
Drei Verbindungen im Wasser: Was sich nicht löst, setzt sich ab. Oxid ist in Wasser praktisch unlöslich, Citrat und Bisglycinat lösen sich gut.

Kurz gesagt

  • Magnesiumoxid enthält rund 60 Prozent elementares Magnesium, löst sich in Wasser aber kaum. In einer Studie an Gesunden wurden davon 4 Prozent aufgenommen.
  • Magnesiumcitrat enthält je nach Form 11 bis 16 Prozent Magnesium, löst sich gut und hat von den drei Formen die meisten Studien am Menschen.
  • Magnesiumbisglycinat enthält rund 14 Prozent Magnesium, gebunden an zwei Glycin-Moleküle. Die Studienlage am Menschen ist schmal.
  • Je größer die Einzeldosis, desto kleiner der Anteil, der aufgenommen wird: von 65 Prozent bei kleinen Mengen auf 11 Prozent bei großen.
  • Für Nahrungsergänzung schlägt das BfR höchstens 250 mg Magnesium am Tag vor, verteilt auf mindestens zwei Portionen.

Welche Form enthält wie viel Magnesium?

Oxid rund 60 Prozent, wasserfreies Citrat 16 Prozent, Bisglycinat 14 Prozent, jeweils bezogen auf das Gewicht der Verbindung. Für dieselben 300 mg Magnesium braucht es deshalb 498 mg Oxid, 1.852 mg Citrat oder 2.128 mg Bisglycinat. Auf der Vorderseite steht meist das Gewicht der Verbindung, im Nährwertfeld das elementare Magnesium.

Magnesiumoxid, Magnesiumcitrat und Magnesiumbisglycinat im Vergleich: elementarer Gehalt, Verbindungsmenge für 300 mg Magnesium, Löslichkeit in Wasser, Aufnahme in Studien am Menschen und Rohstoffpreis je Milligramm Magnesium
FormElementares MagnesiumVerbindung für 300 mgLöslichkeit in WasserAufnahme in Studien am MenschenRohstoffpreis je mg Magnesium
Magnesiumoxid60,3 %498 mgpraktisch unlöslich4 % bei Gesunden (Firoz 2001); unter Citrat bei Lindberg 1990, Walker 2003 und Kappeler 2017niedrig
Magnesiumcitrat (Trimagnesiumdicitrat, wasserfrei)16,2 %1.852 mggut, 55 % (Lindberg 1990)über Oxid in drei Studien an Gesundenmittel
Magnesiumbisglycinat14,1 %2.128 mgguteine kleine Studie von 1994, über alle Teilnehmer kein Unterschied zu Oxidhoch

Elementarer Gehalt aus den Molmassen. Wasserhaltige Citratformen liegen bei 11 bis 12 Prozent. Die Preisspalte beschreibt die Größenordnung der Rohstoffpreise je Milligramm Magnesium, kein einzelnes Produkt.

Eine Kapsel mit „1.000 mg Magnesiumbisglycinat“ enthält demnach rund 141 mg elementares Magnesium. Der Nährstoffbezugswert liegt bei 375 mg, die Kapsel deckt also etwa 38 Prozent davon. Die 267 Prozent, die die große Zahl auf der Vorderseite nahelegt, gibt es nur auf dem Papier.

Ob der elementare Gehalt einer Charge stimmt, zeigt das Analysezertifikat, mit Verfahren und Messwert.

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Warum spielt die Magnesiumform eine Rolle?

Weil Magnesium in jedem Präparat ein Paket aus zwei Teilen ist: dem Magnesium selbst und einem Trägerstoff. Der Trägerstoff bestimmt drei Dinge. Wie viel Magnesium in einem Gramm steckt, wie leicht sich das Paket in Wasser und Magensäure öffnet, und wie viel davon unverwertet durch den Darm wandert.

  • Oxid: viel drin, wenig gelöst. Die Verpackung ist klein, rund 60 Prozent des Gewichts sind Magnesium. In Wasser löst sie sich kaum, und der größte Teil verlässt den Körper ungenutzt.
  • Citrat: gut löslich, gut belegt. Weniger Magnesium je Gramm, dafür öffnet sich das Paket leicht. In mehreren Studien lag die Aufnahme über der von Oxid.
  • Bisglycinat: Chelat, wenige Daten. Zwei Glycin-Moleküle rahmen das Magnesium ein, rund 14 Prozent des Gewichts sind Magnesium. Am Menschen ist das kaum untersucht.
Balkendiagramm mit drei Balken für je ein Gramm Magnesiumoxid, wasserfreies Magnesiumcitrat und Magnesiumbisglycinat; der grün gefüllte Anteil zeigt 603, 162 und 141 Milligramm Magnesium, der helle Rest den Trägerstoff.
Ein Gramm Verbindung, dreimal ein anderer Magnesiumanteil: 603 mg im Oxid, 162 mg im wasserfreien Citrat, 141 mg im Bisglycinat.

Der Merksatz aus vielen Ratgebern lautet: Oxid für den Preis, Citrat für die Aufnahme, Bisglycinat für die Verträglichkeit. Die ersten beiden Teile tragen Studien. Der dritte ist bisher vor allem eine Erfahrung, und das gehört dazugesagt.

Wie nimmt der Körper Magnesium auf?

Im Dünndarm, zum größten Teil passiv zwischen den Zellen hindurch, ein kleinerer Teil aktiv über die Transportkanäle TRPM6 und TRPM7. Der passive Weg folgt der Konzentration: Je mehr gelöstes Magnesium im Darm ankommt, desto mehr geht hinüber, aber der Anteil sinkt. Was sich nicht löst, kann diesen Weg gar nicht nehmen.

Fine und Kollegen haben das 1991 an Gesunden gemessen, mit Magnesiumacetat in steigenden Mengen zu einer Standardmahlzeit. Die absolute Aufnahme stieg mit jeder Dosis. Der Anteil fiel: von 65 Prozent bei der kleinsten Menge auf 11 Prozent bei der größten. Aus dieser Kurve stammt der Rat, eine Tagesmenge auf zwei Einnahmen zu verteilen. Das BfR gibt ihn ebenfalls.

Zwei Karten mit je einer Säule: Bei der kleinsten Menge je Einnahme wurden 65 Prozent des Magnesiums aufgenommen, bei der größten Menge von 972 Milligramm 11 Prozent; Daten aus Fine et al. 1991.
Fine et al. 1991: Von der kleinsten Einzeldosis kamen 65 Prozent an, von 972 mg auf einmal noch 11 Prozent.

Wie gut wird Magnesiumoxid aufgenommen?

Schlecht, gemessen an den anderen Formen. Firoz und Graber fanden 2001 bei Gesunden eine fraktionelle Aufnahme von 4 Prozent für Magnesiumoxid, während Chlorid, Lactat und Aspartat deutlich darüber lagen. Lindberg hatte 1990 den Grund gezeigt: Oxid ist in Wasser praktisch unlöslich und löst sich selbst bei maximaler Magensäure nur zu 43 Prozent.

Dafür ist Oxid kompakt. 498 mg der Verbindung enthalten 300 mg Magnesium, das passt in eine Kapsel. Der Rohstoff ist der günstigste der drei. Was der Darm nicht aufnimmt, bleibt gelöst im Darminhalt und bindet dort Wasser. Genau daran hat der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU 2001 die Obergrenze für Magnesium aus Nahrungsergänzung festgemacht.

Wie gut wird Magnesiumcitrat aufgenommen?

Besser als Oxid, und das in mehreren Studien an Gesunden. Lindberg fand 1990 eine Löslichkeit von 55 Prozent schon in Wasser. Walker verglich 2003 bei 46 Personen über 60 Tage je 300 mg Magnesium aus Citrat, Oxid und Aminosäurechelat: Citrat führte zum höchsten Magnesiumwert im Serum, Oxid unterschied sich nicht von Placebo.

Kappeler bestätigte das 2017 mit einer Einzeldosis von 300 mg im Cross-over-Design: Nach Citrat wurde mehr Magnesium über den Urin ausgeschieden als nach Oxid, was für eine höhere Aufnahme spricht. Der Preis für die gute Löslichkeit ist das Volumen. Für 300 mg Magnesium braucht es 1.852 mg wasserfreies Trimagnesiumdicitrat, bei wasserhaltigen Citratformen noch mehr.

Magnesiumcitrat oder Magnesiumbisglycinat?

Beide lösen sich gut, und beide liegen im Elementargehalt nah beieinander: 16 Prozent beim wasserfreien Citrat, 14 Prozent beim Bisglycinat. Der Unterschied liegt in den Daten. Zum Citrat gibt es mehrere Studien an Gesunden. Zum Bisglycinat gibt es am Menschen kaum Vergleichsdaten, und die meistzitierte Studie stammt von 1994.

Schuette und Kollegen verglichen damals 100 mg Magnesium aus Bisglycinat und aus Oxid bei zwölf Personen nach einer Operation am Dünndarm. Über alle zwölf lag die Aufnahme bei 23,5 gegenüber 22,8 Prozent, also gleichauf. Nur in einer Untergruppe von vier Personen lag das Chelat vorn, 23,5 gegenüber 11,8 Prozent. Auf Gesunde lässt sich das nicht übertragen.

Was bleibt, ist die Chemie. Im Bisglycinat ist das Magnesium von zwei Glycin-Molekülen eingerahmt, ein Chelat. Es löst sich gut und bringt neben dem Magnesium die Aminosäure Glycin mit, rund 860 mg je Gramm Verbindung. Wer es kauft, kauft eine gut lösliche Form, deren Aufnahme am Menschen noch niemand sauber gegen Citrat gemessen hat.

Wie Mischungen ohne Mengenangabe funktionieren und was ein Etikett zu jeder Zutat sagen muss.

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Was sagen die Studien nicht eindeutig?

Ob die Form im Alltag den Unterschied macht. Shechter fand 2012 bei 41 Gesunden nach einem Monat Oxid einen stärkeren Anstieg des Magnesiums in den Zellen als nach Citrat, also das Gegenteil der Urin- und Serumstudien. Schuchardt und Hahn schließen 2017 in ihrer Übersicht: Die Unterschiede sind real, aber moderat.

Ein Blick auf die Dosen erklärt einen Teil davon. Shechter gab 520 mg Magnesium als Oxid gegen 296 mg als Citrat, fast das Doppelte. Und die Messgrößen unterscheiden sich: Urin und Serum zeigen, was kurzfristig ankommt, der Zellwert etwas anderes. Menge, Verteilung über den Tag und der Ausgangswert der Person wiegen in der Übersicht von Schuchardt und Hahn oft schwerer als die Form.

Drei Karten fassen die Vergleichsstudien zusammen: Citrat vor Oxid bei Lindberg 1990, Walker 2003 und Kappeler 2017 in Urin und Serum; Oxid vor Citrat bei Shechter 2012 im Zellwert mit 520 gegen 296 Milligramm; Bisglycinat und Oxid gleichauf bei Schuette 1994 mit 23,5 gegen 22,8 Prozent.
Drei Vergleiche, drei Messgrößen. Welche Form vorn liegt, hängt daran, was gemessen wurde und mit welcher Dosis.

Wie viel Magnesium am Tag?

Die DGE nennt seit 2021 als Schätzwert für eine angemessene Zufuhr 300 mg für Frauen und 350 mg für Männer am Tag, über alle Quellen zusammen. Für Nahrungsergänzungsmittel schlägt das BfR höchstens 250 mg am Tag vor, verteilt auf mindestens zwei Portionen. Dieselben 250 mg nannte der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU 2001 als Obergrenze für leicht lösliche Magnesiumsalze.

Referenz- und Höchstwerte für Magnesium am Tag: DGE-Schätzwerte, BfR-Höchstmengenvorschlag für Nahrungsergänzungsmittel, Obergrenze des Wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses und Nährstoffbezugswert
WertMenge am TagHerausgeberBezug
Schätzwert für eine angemessene Zufuhr, Frauen300 mgDGE, 2021alle Quellen, Essen eingeschlossen
Schätzwert für eine angemessene Zufuhr, Männer350 mgDGE, 2021alle Quellen, Essen eingeschlossen
Höchstmengenvorschlag für Nahrungsergänzungsmittel250 mgBfR, 2021nur Nahrungsergänzung, auf mindestens zwei Portionen verteilt
Tolerable Upper Intake Level250 mgSCF, 2001leicht lösliche Magnesiumsalze aus Nahrungsergänzung
Nährstoffbezugswert (NRV)375 mgLMIV, Anhang XIIIBezugsgröße für die Prozentangabe im Nährwertfeld

Die Zahlen widersprechen sich nur scheinbar. 300 oder 350 mg beschreiben die gesamte Zufuhr, und den größten Teil davon liefert das Essen. Die 250 mg beschreiben allein die Nahrungsergänzung. Der Nährstoffbezugswert von 375 mg ist keine Empfehlung, er ist die Kennzeichnungsgröße, auf die sich der Prozentwert im Nährwertfeld bezieht.

Zum Essen oder nüchtern, auf eine oder zwei Einnahmen verteilt: was Studien zur Aufnahme gemessen haben und was die Tageszeit daran ändert.

Wann Magnesium einnehmen?

Welche Lebensmittel wie viel Magnesium je 100 g und je Portion liefern, mit Quelle, und ab wann ein Etikett Magnesiumquelle sagen darf.

Magnesium in Lebensmitteln

Wie Du die Tagesdosen mehrerer Produkte addierst und was eine Portion von der empfohlenen Tagesdosis unterscheidet.

Dosierung: Portion und Tagesdosis
Elementarer Gehalt

Anteil des reinen Magnesiums am Gewicht der Verbindung, berechnet aus den Molmassen. Er steht im Nährwertfeld, während die Vorderseite oft das Gewicht der Verbindung nennt.

Chelat

Eine Verbindung, in der ein Metallion von einem organischen Partner an mindestens zwei Stellen gebunden wird. Im Magnesiumbisglycinat sind das zwei Glycin-Moleküle.

Bioverfügbarkeit

Der Anteil einer aufgenommenen Menge, der im Körper ankommt. Bei Magnesium wird er über den Urin, das Serum, Isotope oder Zellwerte gemessen, und die Verfahren liefern nicht dieselbe Rangfolge.

Fraktionelle Aufnahme

Der Prozentsatz einer Dosis, der im Darm aufgenommen wird. Er sinkt mit steigender Einzeldosis, bei Fine 1991 von 65 auf 11 Prozent.

Trimagnesiumdicitrat

Die wasserfreie Form von Magnesiumcitrat mit 16,2 Prozent Magnesium. Wasserhaltige Formen desselben Salzes enthalten 11 bis 12 Prozent.

Tolerable Upper Intake Level

Die Menge eines Nährstoffs, die nach Einschätzung eines Gremiums täglich zusätzlich aufgenommen werden kann. Für Magnesium aus Nahrungsergänzung hat der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU 2001 250 mg festgelegt.

Häufige Fragen

Ist Magnesiumbisglycinat besser als Magnesiumcitrat?

Aus Studien am Menschen lässt sich das nicht sagen. Beide lösen sich gut, beide enthalten je Gramm ähnlich viel Magnesium. Zum Citrat gibt es mehrere Vergleichsstudien an Gesunden, zum Bisglycinat eine kleine von 1994, die über alle Teilnehmer keinen Unterschied zu Oxid fand. Wer Bisglycinat wählt, wählt die Chelatform und die schmalere Datenlage.

Ist Magnesiumglycinat dasselbe wie Magnesiumbisglycinat?

Nicht unbedingt. „Bisglycinat“ nennt die Zusammensetzung genau: zwei Glycin-Moleküle je Magnesium-Ion, rund 14 Prozent Magnesium. „Glycinat“ nennt nur den Bindungspartner und lässt offen, wie viel Glycin gebunden ist. Welche Verbindung enthalten ist und wie viel Magnesium je Portion, steht in Zutatenliste und Nährwerttabelle.

Magnesiumcitrat oder Magnesiumoxid?

Citrat, wenn es um die gemessene Aufnahme geht: In drei Studien an Gesunden lag es vor Oxid, bei Walker 2003 unterschied sich Oxid nicht von Placebo. Oxid, wenn es um Preis und Kapselgröße geht: 60 Prozent Magnesium je Gramm zu einem Bruchteil der Kosten. Shechter fand 2012 mit fast doppelter Oxid-Dosis das umgekehrte Bild in den Zellen.

Warum ist Magnesiumoxid so günstig?

Weil es der einfachste Rohstoff ist: ein Oxid mit 60 Prozent Magnesium, in großen Mengen industriell hergestellt. Je Milligramm Magnesium ist es die günstigste Form, und es braucht am wenigsten Platz in der Kapsel. Der Preis sagt nichts darüber, wie viel davon aufgenommen wird.

Wie viel elementares Magnesium steckt in 1 g?

In 1 g Magnesiumoxid rund 603 mg, in 1 g wasserfreiem Magnesiumcitrat 162 mg, in 1 g Magnesiumbisglycinat 141 mg. Wasserhaltige Citratformen liegen bei 110 bis 120 mg. Der Wert folgt aus den Molmassen und ist für jede Verbindung eine feste Größe.

Was passiert mit Magnesium, das nicht aufgenommen wird?

Es bleibt gelöst im Darm und bindet dort Wasser. Daran hat der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss der EU 2001 die Obergrenze von 250 mg für leicht lösliche Magnesiumsalze festgemacht, und deshalb rät das BfR, die Tagesmenge auf zwei Portionen zu verteilen. Je größer die Einzeldosis, desto größer der Anteil, der nicht aufgenommen wird.

Kann man Magnesium überdosieren?

Für Nahrungsergänzung gibt es eine Obergrenze: 250 mg Magnesium am Tag nach dem Wissenschaftlichen Lebensmittelausschuss der EU, dieselbe Zahl schlägt das BfR als Höchstmenge vor. Sie gilt zusätzlich zum Magnesium aus dem Essen. Die Verzehrempfehlung auf der Packung ist die Grenze für das jeweilige Produkt. Alles darüber gehört in ein ärztliches Gespräch.

Welche Form passt zu welcher Frage?

Geht es um die gemessene Aufnahme, spricht die Studienlage für Citrat. Geht es um den Preis je Milligramm oder um kleine Kapseln, für Oxid, mit dem Wissen, dass ein großer Teil ungenutzt bleibt. Bisglycinat ist die Chelatform mit guter Löslichkeit und der dünnsten Datenlage. Wichtiger als die Form sind Menge, Verteilung auf zwei Einnahmen und der Blick ins Nährwertfeld.

Bei unseren Produkten stehen Verbindung und elementares Magnesium je Tagesdosis nebeneinander im Nährwertfeld.

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Quellen

  1. [1]Lindberg JS, Zobitz MM, Poindexter JR, Pak CY: Magnesium bioavailability from magnesium citrate and magnesium oxide. Journal of the American College of Nutrition 9 (1), 1990, S. 48–55. (Taylor & Francis) Quelle öffnen — abgerufen am 08. September 2026
  2. [2]Firoz M, Graber M: Bioavailability of US commercial magnesium preparations. Magnesium Research 14 (4), 2001, S. 257–262. (PubMed) Quelle öffnen — abgerufen am 08. September 2026
  3. [3]Walker AF, Marakis G, Christie S, Byng M: Mg citrate found more bioavailable than other Mg preparations in a randomised, double-blind study. Magnesium Research 16 (3), 2003, S. 183–191. (PubMed) Quelle öffnen — abgerufen am 08. September 2026
  4. [4]Kappeler D, Heimbeck I, Herpich C, Naue N, Höfler J, Timmer W, Michalke B: Higher bioavailability of magnesium citrate as compared to magnesium oxide shown by evaluation of urinary excretion and serum levels after single-dose administration in a randomized cross-over study. BMC Nutrition 3, 2017, Artikel 7. (Springer Nature) Quelle öffnen — abgerufen am 08. September 2026
  5. [5]Schuette SA, Lashner BA, Janghorbani M: Bioavailability of magnesium diglycinate vs magnesium oxide in patients with ileal resection. Journal of Parenteral and Enteral Nutrition 18 (5), 1994, S. 430–435. (Wiley) Quelle öffnen — abgerufen am 08. September 2026
  6. [6]Shechter M, Saad T, Shechter A, Koren-Morag N, Silver BB, Matetzky S: Comparison of magnesium status using X-ray dispersion analysis following magnesium oxide and magnesium citrate treatment of healthy subjects. Magnesium Research 25 (1), 2012, S. 28–39. (John Libbey Eurotext) Quelle öffnen — abgerufen am 08. September 2026
  7. [7]Fine KD, Santa Ana CA, Porter JL, Fordtran JS: Intestinal absorption of magnesium from food and supplements. Journal of Clinical Investigation 88 (2), 1991, S. 396–402. (American Society for Clinical Investigation) Quelle öffnen — abgerufen am 08. September 2026
  8. [8]Schuchardt JP, Hahn A: Intestinal absorption and factors influencing bioavailability of magnesium: an update. Current Nutrition & Food Science 13 (4), 2017, S. 260–278. (Bentham Science) Quelle öffnen — abgerufen am 08. September 2026
  9. [9]Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Magnesium. Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr, Revision 2021. (DGE) Quelle öffnen — abgerufen am 08. September 2026
  10. [10]Bundesinstitut für Risikobewertung: Höchstmengenvorschläge für Magnesium in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln. Stand 15.03.2021. (BfR) Quelle öffnen — abgerufen am 08. September 2026
  11. [11]Scientific Committee on Food, Scientific Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies: Tolerable Upper Intake Levels for Vitamins and Minerals. Darin: Opinion on the Tolerable Upper Intake Level of Magnesium, 2001. EFSA, 2006. (EFSA) Quelle öffnen — abgerufen am 08. September 2026
  12. [12]Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel, konsolidierte Fassung vom 20.08.2025, Anhang. (EUR-Lex) Quelle öffnen — abgerufen am 08. September 2026

Autor

Mert Sirin, Gründer von supnature, im Porträt vor grünem Blattwerk.

Mert Sirin

Mert Sirin hat supnature gegründet und verantwortet Sortiment und Redaktion. Er arbeitet mit den Analysezertifikaten der eigenen Chargen und schreibt im Magazin über Kennzeichnung, Messwerte und Laborprüfung.

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