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Qualität & Labor

Schwermetalle: Grenzwerte und wie sie geprüft werden

Blei, Cadmium, Quecksilber und Arsen: welche Grenzwerte gelten, was „< Bestimmungsgrenze“ heißt und warum das Messverfahren im Zertifikat steht.

2 Min. Lesezeit

Schwermetalle sind in Böden und damit in pflanzlichen Rohstoffen natürlich vorhanden. Die Frage ist deshalb nie, ob sie nachweisbar sind, sondern in welcher Größenordnung — und ob diese Größenordnung je Charge gemessen wurde.

Eine Analysenwaage aus Edelstahl mit geöffneter Glastür steht auf einer Betonplatte; auf der runden Wägeplatte liegt nur eine kaum sichtbare Spur hellen Pulvers, daneben eine feine Pinzette.
Die Grenzwerte für Blei, Cadmium, Quecksilber und Arsen liegen im Bereich von Milligramm je Kilogramm — Mengen, die ohne Waage und benanntes Verfahren niemand beurteilen kann.

Vier Elemente, die regelmäßig geprüft werden

Typische Prüfparameter und beispielhafte Höchstgehalte
ElementBeispielhafter HöchstgehaltÜbliches Verfahren
Blei (Pb)3,0 mg/kgICP-MS
Cadmium (Cd)1,0 mg/kgICP-MS
Quecksilber (Hg)0,10 mg/kgICP-MS
Arsen (As)matrixabhängigICP-MS

Beispielwerte in Anlehnung an die Höchstgehalte für Nahrungsergänzungsmittel nach VO (EU) 2023/915. Maßgeblich ist immer der für die konkrete Matrix geltende Wert — verbindlich sind Spezifikation und geltendes Recht, nicht diese Tabelle.

Warum das Verfahren mit angegeben wird

Standard ist die Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-MS). Die Probe wird aufgeschlossen, im Plasma ionisiert und nach Masse getrennt gezählt. Das Verfahren bestimmt, wie klein ein Gehalt sein darf, um noch beziffert zu werden — deshalb gehört es in jedes Zertifikat und deshalb sind Werte aus unterschiedlichen Verfahren nicht direkt vergleichbar.

Nachweisgrenze, Bestimmungsgrenze, Ergebnis

  • Nachweisgrenze — ab hier ist erkennbar, dass der Stoff vorhanden ist.
  • Bestimmungsgrenze — ab hier lässt sich die Menge zuverlässig beziffern. Sie liegt über der Nachweisgrenze.
  • „< 0,01 mg/kg“ — das Ergebnis lag unter der Bestimmungsgrenze des eingesetzten Verfahrens.

Warum je Charge und nicht je Produkt

Der Gehalt hängt am Rohstoff-Los: Anbaugebiet, Erntejahr und Boden unterscheiden sich zwischen zwei Lieferungen desselben Lieferanten. Eine Prüfung je Produktionscharge misst genau das Material, das in Deiner Dose ist. Eine Prüfung je Produkt misst das Material, das zufällig in der geprüften Charge war.

Für Öle kommt eine zweite Kennzahl dazu, die nach demselben Prinzip je Charge bestimmt wird.

Der TOTOX-Wert

Ein Stoff, bei dem die vier Elemente aus dem Gestein selbst kommen und das Zertifikat je Charge deshalb keine Formsache ist.

Was ist Shilajit?

Die Messwerte Deiner Charge findest Du über die Chargennummer auf der Dose.

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Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information zu Zusammensetzung, Kennzeichnung und Laborprüfung von Nahrungsergänzungsmitteln. Er ersetzt keine individuelle Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

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