Die Chargennummer ist die kleinste Einheit, über die ein Lebensmittel rückverfolgbar ist. Sie ist vorgeschrieben, steht auf jeder Verpackung und verbindet die Dose in Deinem Regal mit dem Rohstoff-Los, aus dem sie produziert wurde.

Wie eine Chargennummer aufgebaut ist
Der Aufbau ist nicht gesetzlich vorgegeben, sondern eine Konvention des Herstellers. Bei uns setzt sie sich aus vier Teilen zusammen, Beispiel SN-KRE-2604-A:
- SN
Kennung des Lebensmittelunternehmers.
- KRE
Produktkürzel, hier Kreatin Monohydrat.
- 2604
Jahr und Monat der Abfüllung — April 2026.
- A
Teilcharge innerhalb des Produktionsauftrags, fortlaufend.
Was hinter der Nummer hängt
- Rohstoff-Los je eingesetztem Rohstoff, mit Lieferant und Rohstoffzertifikat.
- Produktionsauftrag mit Rezeptur, Mischprotokoll und Herstelldatum.
- Abfüllprotokoll mit Füllmenge, Verpackungsmaterial und Abfülldatum.
- Analysezertifikat des externen Labors zur Freigabe der Charge.
- Mindesthaltbarkeitsdatum, aus dem Abfülldatum und der Haltbarkeitsdauer.
Weil diese Kette dokumentiert ist, lässt sich in beide Richtungen suchen: von der Dose zum Rohstoff-Los und von einem auffälligen Rohstoff-Los zu allen Dosen, die daraus entstanden sind. Das ist der eigentliche Zweck der Rückverfolgbarkeit.
Wo Du die Nummer findest
Auf Dosen steht sie meist auf dem Boden oder am unteren Rand des Etiketts, zusammen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum, häufig als Prägung oder Tintenstrahldruck. Bei Beuteln sitzt sie auf der Rückseite in der Nähe der Siegelnaht. Gib sie so ein, wie sie aufgedruckt ist — die Zertifikate sind der Nummer eindeutig zugeordnet.
Zertifikate bleiben auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums abrufbar.


